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Neil Young spielt „Comes A Time“ in seiner Heimatstadt – in leerer Halle!


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In einer Zeit, da das Weihnachtsfest aufgrund der Corona-Pandemie so einsam und auch kompliziert zu werden droht wie vielleicht seit Jahrzehnten nicht mehr, hat Neil Young einen berührenden Weg gefunden, sich selbst und auch seinen Zuhörern Mut zu machen.

Der gebürtige Kanadier kehrte für einen spontanen Besuch in seine einstige Heimatstadt Omemee, Ontario, zurück, um vor einer menschenleeren Coronation Hall seinen Song „Comes A Time“ zu spielen. Als Kind hatte Young hier zahlreiche Abende mit seinen Eltern verbracht, die in ihm auch den Wunsch reifen ließen, die Gitarre in die Hand zu nehmen und Musiker zu werden.

Ohne Publikum – aber mit viel Seele

In dem etwa vierminütigen Clip, den Young anschließend im Netz hochlud, sieht man ihn, wie er vor in der verlassenen, vom Zahn der Zeit erfassten (winzigen) Halle auf die Bühne tritt. Young setzt sich auf einen Stuhl in der Bühnenmitte, neben ihm einige Blatt Papier und Mikrofone, und spielt eine hinreißend intime Version seines Klassikers vom gleichnamigen Album (1978).


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„Die Coronation Hall in Omemee, Ontario, ist ein wunderbares altes Theater“, schrieb Young dazu auf seiner Website, wo der Auftritt noch bis Ende Dezember kostenlos angeschaut werden kann. „Es birgt Erinnerungen an meine Familie, die zusammen in dieser kleinen Stadt lebte. Mein Vater spielte einmal in der Coronation Hall in einer Vorstellung, während meine Mutter, mein Bruder und ich im Publikum saßen.“

Neil Young lebte mit seinen Eltern nur bis zum siebten Lebensjahr in Omemee, doch er beschrieb den Ort in zahlreichen Interviews stets als sein Zuhause. Schon 2017 wählte der Sänger die Stadt aus für sein akustisches Hometown-Konzert. Damals zelebrierte Old Neil die Veröffentlichung seines Albums „The Visitor“ und den Startschuss für sein Digital-Archiv im Netz. Young behielt diese Tradition in den letzten Jahren an den Festtagen bei und fand in diesem ereignisreichen Jahr seinen ganz eigenen Weg dafür.


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