Noel Gallagher: Kein Herz für Abba-Avatare


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Der Wutbürger aus Manchester dreht mal wieder auf. Diesmal nimmt er das Live-Modell seiner schwedischen Kollegen aus Korn. Ein Spektakel ohne jede Bedeutung, ätzt er im Interview mit dem Boulevardblatt „The Sun on Sunday“.

Ab dem 27. Mai stehen Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid bekanntlich als virtuelle Kunstfiguren auf der Bühne. Noch sind einige Tickets für die Holographie-Shows zum neuen „Voyage“-Album im Angebot, die in der eigens erbauten Abba-Arena im Londoner Olympia Park stattfinden.

Wenn es nach Noel Gallagher ginge, könnten sich tausende Fans dieses Geld sparen. Aus der Sicht des Musikers käme das für ihn auf keinen Fall in Frage. Das ABBA-Modell hält er für modernistischen Schmu. „Nein, nein, da müsste schon Publikum dabei sein. Man braucht die Menschenmenge vor sich. Es geht schließlich um menschliche Interaktion, und wenn man die nicht hat, ist es bedeutungslos.“

Einmal ein Schwung gekommen, richtet sich seine Kritik grundsätzlich gegen Rock’n’Roll als Altersmodell. Er würde mit Mitte Siebzig nicht mehr auf einer Bühne stehen wollen. „Will ich noch weitere 50 Jahre leben?“, so seine rhetorische Frage. „Nö. Man muss ja nur mal daran denken, wie Scheiße die Welt jetzt schon ist. Das würde ich nicht durchleben wollen. Mit 75 bin ich dann mal weg!“

Der Alternativplan: des 54-Jährigen: In den nächsten zehn Jahren noch drei amtliche Alben veröffentlichen. Und dann ein Abgang in Würde …