„Ohne Kunst & Kultur wird’s still“: Hunderte Universal-Musiker*innen kommen für Protest-Aktion zusammen


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Deutschland sitzt fest im Corona-Lockdown, und obwohl ein Großteil der Gesellschaft die Einschränkungen akzeptiert, wächst bei Millionen von Menschen die Sorge um ihre berufliche Existenz. Besonders laut sind inzwischen die Stimmen aus der Kulturszene, die schon seit Monaten mangelnde Unterstützung konstatiert. Und sie lassen nicht locker: Hunderte Künstler*innen verschiedener Genres haben sich nun zusammen geschlossen, um den Druck auf die Politik nochmal deutlich zu verstärken.

Die deutsche Kunst- und Kulturszene ist stillgelegt. Welche dramatischen Auswirkungen das hat, wollen nun hunderte Künstler*innen  der Plattenfirma mit der Aktion „Ohne Kunst & Kultur wird’s still“ deutlich machen. Initiiert wurde das Vorhaben von Patrick Thiede, General Manager beim Musiklaben „Chapter ONE“, und sein Appell ist mehr als deutlich: „Kunst und Kultur ist nicht selbstverständlich. Kunst und Kultur muss gesehen, gelesen, gehört werden.“ Die Szene müsse sich jetzt Gehör in der Politik verschaffen. Unterstützt wird die Aktion von zehn weiteren Plattenlabels.

Geplant ist, dass ab heute alle teilnehmenden Musiker*innen einen Song veröffentlichen, in dem das Problem individuell aufgegriffen wird. Zu Wort kommen sollen aber nicht nur Künstler*innen, sondern auch ihre Crew-Mitglieder. Es geht darum Flagge für die eigene Branche zu zeigen. „Eine laute Aktion, die leise Töne anschlägt und unterstreichen soll, wie wichtig Kunst und Kultur für das Land, die Wirtschaft und für jeden einzelnen sind – auf und hinter der Bühne“, so die Organisatoren. Mit dabei sind unter anderem: Megaloh, Sarah Connor, David Garrett, Mickie Krause, PUR und viele mehr.