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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress

Pearl Jam: Der tragische Tod des „Jeremy“-Stars Trevor Wilson

„Das Video zu „Jeremy“ wird man nie vergessen, wenn man damals dabei war, als es auf MTV rauf- und runterlief. Aber auch ohne die beängstigenden Bilder schafft das Schuldrama „Jeremy“ eine beklemmende Atmosphäre. Es liegt eine subtile Angst und Aggression unter der eingängigen Melodie, und Vedder singt voller Inbrunst, er zischt und schreit: „Jeremy spoke in class today…“. Das schrieb ROLLING-STONE-Redakteurin Birgit Fuß in unserer Liste der besten Lieder von Pearl Jam über einen der wohl bedeutendsten Songs der Band aus Seattle.

In dem Clip wurde Jeremy von einem Jungen namens Trevor Wilson gespielt. Bisher war nur wenig bekannt über Wilson, doch für das US-Musikmagazin „Billboard“ machte sich Autor Gil Kaufman auf die Suche nach ihm – und fand heraus, dass er fast auf den Tag genau 24 Jahre nach der Veröffentlichung des Videos zu „Jeremy“ in Puerto Rico im August 2016 ertrunken ist.

Perfektes Gesicht für „Jeremy“

Kaufman sprach  mit Freunden und der Familie von Wilson. Außerdem setzte er sich mit Mark Pellington, dem Regisseur des Musikvideos, und Kameramann Tom Richmond zusammen, um Hintergründe zu erfahren. „Wir haben bis zur völligen Erschöpfung stundenlang in merkwürdigen Locations im Wald gedreht, mit Einstellungen, bei dem wir ihm permanent das Gesicht beleuchteten“, sagte Richmond über die anstrengenden Dreharbeiten. „Aber er hat das alles ganz gelassen hingenommen. Er fing nicht plötzlich an zu kichern oder so und fragte auch nicht nach Süßigkeiten. Im Grunde verhielt er sich wie ein echter Profi, und das war schon unheimlich.“

Kooperation

Pellington ergänzte, dass Wilson vor allem deshalb ausgesucht wurde, weil er das gewisse Etwas hatte. Das sei allerdings etwas gewesen, das auch merkwürdig war. Der leicht irrsinnige Blick dürfte vielen Fans noch gut in Erinnerung sein. Mit dem plötzlichen Ruhm kam Wilson allerdings auch nicht gut klar. Er entschied sich für eine etwas alternativere Karrierelaufbahn, arbeitete für Hilfsprogramme der Vereinten Nationen und schrieb Reden für die Frau des späteren ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak.

Tiefe Verbundenheit

Später lebte Trevor Wilson in Puerto Rico, wo er sich eine neue Existenz aufbauen wollte. Dort kam er unter tragischen Umständen ums Leben und ertrank. Der Umstand bewegte Pearl Jam sehr, als sie von Videoregisseur Pellington davon erfuhren. Eddie Vedder: „Ich bin quasi am Ufer von Jersey aufgewachsen, Ed stand schon als Kind auf einem Surfbrett im Meer – so sind wir durch Trevors Tod durch Ertrinken auf eine sehr abstrakte Weise miteinander verbunden.“

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Pearl Jam: Tod von Chris Cornell beeinflusst neues Album

Das neue Album von Pearl Jam wurde maßgeblich durch den Tod von Sänger Chris Cornell beeinflusst, das teilte Jeff Ament mit, der Bassist der Band. Cornell nahm sich im Mai 2017 unerwartet das Leben. Er war unter anderem die Stimme von Soundgarden, Audioslave und Temple Of The Dog. Das letzte Pearl-Jam-Album, „Lightning Bolt“, erschien 2013. Gegenüber dem amerikanischen ROLLING STONE erklärte Ament, dass die neuen Songs nach Cornells Suizid deutlich „langsamer“ wurden. „Ich denke, als Chris uns verlassen hat, war es einfach verdammt schwierig das alles zu begreifen. Und dann gab es nur noch Alltagskram.“ Außerdem werde die Band definitiv…
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