„Stranger Things“: Generation Z kennt „When Doves Cry“ nicht
Der Prince-Klassiker erobert die Shazam-Charts – weil ihn viele nicht kennen. Was das „Stranger Things“-Finale damit zu tun hat und warum das schockiert.
„When Doves Cry“ von Prince ist einer der größten Hits der 1980er-Jahre. Die „Purple Rain“-Single, 1984 erschienen, stieg allein in den USA auf Platz eins der „Billboard“-Charts. Das Lied sollte jeder kennen, oder?
Weit gefehlt! Wie eine Analyse von „Kworb“ zeigt, wurde der Prince-Klassiker am 02. Januar gerade in den USA, aber auch im Vereinigten Königreich, von der Musikerkennungs-App Shazam am häufigsten erfasst. Platz eins also in den Shazam-Statistiken für Amerika und UK.
Die häufige Erkennung von „When Doves Cry“ an diesem Tag dürfte mit „Stranger Things“ zusammenhängen. Das Lied lief im Serienfinale, das Silvester (in Europa aufgrund der Zeitverschiebung Neujahr) ausgestrahlt wurde.
Wer „When Doves Cry“ nicht zuordnen kann, ruft Shazam zu Hilfe. Sicher auch deshalb, weil der Titel im Song selbst kaum genannt wird – „How can you just leave me standing …?“ ertönt deutlich prominenter. Dennoch unglaublich, dass viele „Stranger Things“-Fans das Lied nicht kennen. In Deutschland war „When Doves Cry“ derweil nur auf Platz 13 der meistabgerufenen Shazam-Songs. Also: Entweder ist das Stück hier bekannter – oder die Leute hatten keine Lust die Shazam-App zu benutzen (oder wissen nicht, was das für eine App ist).
„Purple Rain“ bekannter als „When Doves Cry“?
Beim zweiten Prince-Needle-Drop im „Stranger Things“-Finale sieht die Datenlage anders aus. „Purple Rain“ kletterte auf Shazam nur bis auf Platz sieben der meistgesuchten Songs – in Chile. Die USA liegen auf Platz 14, das Vereinigte Königreich auf Platz 16 und Deutschland sogar nur auf Platz 71 im globalen Ranking.
Dass „Purple Rain“ weniger gesucht wurde, muss nicht damit zu tun haben, dass es populärer ist als „When Doves Cry“. Da Prince den Songtitel pro Chorus unglaubliche siebenmal intoniert, erkennt das Lied einfach jeder schneller.
Ob „When Doves Cry“ und „Purple Rain“ ähnlich virale Momente wie Kate Bushs „Running Up That Hill“ aus Staffel vier auslösen, bleibt abzuwarten. Die fünfte „Stranger Things“-Season verärgert viele Zuschauer (auch solche der Generation Z), weil sie so schlecht ist. Da hilft es auch wenig, dass die „Stranger Things“-Showrunner, die Duffer Brothers, mit David Bowies „Heroes“ im Abspann ein weiteres Mal versuchen, auf die Tränendrüse zu drücken.