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Pure&Crafted 2021: Jake Bugg im Portrait


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Es war ein Moment, der das Leben von Jake Bugg nachhaltig verändern sollte: 2011 spielte das damals 17-jährige Indierock-Wunderkind auf der „BBC Introducing“-Bühne des renommierten Glastonbury Festivals. Ein denkwürdiger Gig, der Kettenreaktionen auslöste: Mercury Records nahm Bugg unter Vertrag, die BBC pushte seine Musik kontinuierlich, einer seiner Songs wurde für einen Bierspot fürs britische Fernsehen verwendet — und Buggs Popularität wuchs und wuchs.

Die PR-Maschinerie war also ordentlich am Rollen — und machte natürlich auch nicht Halt, nachdem Bugg ein Jahr später sein nach ihm benanntes Debütalbum veröffentlichte, das es bis auf  Platz eins der britischen Albumcharts schaffte. Ex-Oasis-Chef Noel Gallagher verpflichtete Bugg als Support-Act für dessen Tournee mit den High Flying Birds, Kritiker und Fans reagierten begeistert.

Dylan-Vergleiche

Sogar als „der neue Dylan“ wurde Bugg von manchen Musikmedien betitelt. Bei einem Song wie „Lightning Bolt“ konnte man durchaus Parallelen zum jungen Dylan finden, wenn man denn mochte. Die nasale Stimme zum Beispiel. Die Dylan-Vergleiche nahm Bugg gelassen. „Das berührt mich nicht so wirklich, ich schenke solchen Dingen keine große Aufmerksamkeit“, erklärte der Musiker gegenüber dem Magazin „Bandwagon Asia“. „Ich weiß den Vergleich zu schätzen, aber ich würde gerne als der einzige Jake Bugg gelten, nicht als der zweite Bob Dylan“.

Das schwierige zweite Album

Für sein zweites Album „Shangri-La“ begab sich der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Jake Edwin Charles Kennedy heißt, ins kalifornische Malibu. Das Nachfolgewerk des Debüts entstand mit prominenter Hilfe: Rick Rubin (bekannt für seine Arbeiten mit Beastie Boys, Red Hot Chili Peppers, Slayer, Johnny Cash und vielen anderen) zeichnete als Produzent verantwortlich, Red-Hot-Chili-Peppers-Schlagzeuger Chad Smith spielte auf einigen Stücken.

Fünftes Album erscheint am 20. August 2021

Aktuell besteht Buggs Diskografie aus vier Alben, sein fünftes — „Saturday Night, Sunday Morning“ — erscheint am 20. August 2021. „Seine ersten beiden Alben waren kleine Meisterwerke mit einer so zeitlosen Mischung aus Pop, Rock und Folk, dass kaum fassbar war, dass ein Teenager das fabriziert haben soll“ schreibt ROLLING-STONE-Redakteurin Birgit Fuß in unserer kommenden September-Ausgabe zum neuen Album. Seinen Signature-Sound hat Bugg sich bewahrt, die Stimme ist sowieso unverkennbar. Ganz auf Nummer sicher geht der Musiker aber dennoch nicht: Auf dem neuen Album „dominieren statt der Dylan/Donovan-Gitarren jetzt oft Synthesizer“, wie Redakteurin Birgit Fuß weiter schreibt. Drei Singles – „All I Need“, „Kiss Like The Sun“ und „Lost“ – wurden bereits veröffentlicht. Es ist davon auszugehen, dass Bugg bei seinem Auftritt beim Pure&Crafted den Berliner Fans mehrere Stücke von „Saturday Night, Sunday Morning“ präsentieren wird.

Infos zum Pure&Crafted 2021

Das Pure&Crafted ist nach anderthalb Jahren Corona-Pandemie wieder da: Das Festival findet am 17. und 18. September 2021 im Sommergarten der Messe Berlin statt, präsentiert von ROLLING STONE. Der Ticketverkauf ist in vollem Gange, als Headliner wurden Jake Bugg, The Hives und jetzt auch Kadavar bestätigt. Mehr Infos zum Line-up, Tickets und Organisatorischem findet man auf der offiziellen Website des Festivals.