Rassismus-Vorwurf gegen YouTube! Erstellt der Algorithmus rassistische Profile?


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Eine Gruppe afroamerikanischer YouTuber hat eine Sammelklage gegen YouTube und dessen Mutterkonzern eingereicht wegen angeblicher Verletzung verschiedener Gesetze zur Verhinderung von Rassendiskriminierung.

Am Dienstag (16. Juni) wurde die Klage in Kalifornien eingereicht. Die Klage richtet sich gegen künstliche Intelligenz, Algorithmen und andere Filter-Tools, welche die Plattform einsetzt.

Rassistische Algorithmen

Eigentlich werden diese Filter-Tools genutzt, um Content zu Bild-Inhalten zu finden, denn auf YouTube sind Themen wie beispielsweise Pornographie verboten. Die Kläger werfen der Video-Seite jedoch vor, dass dieser „eingeschränkte Modus“ als unzulässige Zensur wirkt.

Darüber hinaus, so die Beschwerde weiter, sei das System von „digitalem Rassismus“ durchsetzt, bei dem die Nutzer im Wesentlichen nach Rasse, Identität und Ansichten profiliert werden. Dadurch schränke es die Kläger ein, mit ihren Videos Geld zu verdienen.

Solch ein Verhalten sei „vorsätzlich und systematisch, unabhängig davon, ob die Angeklagten durch ideologische Feindseligkeit gegenüber Schwarzen und Mitgliedern anderer gesetzlich geschützter Rassenklassifikationen motiviert sind.“

Die Kläger äußern, YouTube würde den „eingeschränkten Modus“ auf Videos anwenden, die in ihren Titeln Abkürzungen wie „BLM“ für „Black Lives Matter“ oder „KKK“ für den Ku-Klux-Klan verwenden.

Auch Videos, die mit Begriffen wie „Polizei schießt“, „rassistisches Profiling“ oder Namen von Personen, die durch Behörden getötet wurden, getaggt sind, sollen von dem Modus betroffen sein.