Neue Podcast-Folge: „Die Streifenpolizei“ über die Favoriten der Oscar-Verleihung

A Certain Ratio Good Together


Mute

Ende der 80er-Jahre hatten sich die Factory-Records-Helden A Certain Ratio aus Manchester, die anders als ihre Kollegen von New Order und Happy Mondays eigentlich immer ein Geheimtipp blieben, längst von ihrem Jazz-Funk-Korsett befreit. 1987 heuerte die Band bei A&M Records an, doch weil mit „Good Together“ schon die erste Platte bei dem Major-Label keine Hits abwarf und auch der Nachfolger, „acr:mcr“ (1990), hinter den Erwartungen zurückblieb, wurde die Band wieder rausgeworfen.

„Good Together“, das lange Zeit als vergriffen galt und nun endlich neu gemastert wieder aufgelegt wird, fungierte rückblickend betrachtet als ausgereifter Brückenschlag zwischen dem experimentellen und an Dance-­­Elementen orientierten Frühwerk und der späteren Pop/Dub-­Phase. Schon der Einstieg gerät mit „Your Blood“ berauschend: ein sonnendurchflutetes Crossover zwischen Simple Minds und Steely Dan. Dazu sorgen Balladen wie „God’s Own Girl“ für einen heiteren, diesmal nicht zwanghaft zum Tanzen auffordernden Grundton.

„Up In Downsville“ (**), 1992 veröffentlicht, trabte dann leider ziellos musikalischen Moden der frühen Neunziger hinterher, allen voran der scheußliche House-­Track „Tekno 4 An Answer“. Immerhin blieben die Klamotten und Haarschnitte cool.

Kooperation


Zum 20. Jubiläum: Das ROLLING-STONE-Forum wählt die besten Platten von 1994-2014

Aus 80 Listen hat unser Forumsnutzer Pipe-Bowl zum ROLLING-STONE-Jubiläum die besten Alben der letzten 20 Jahre zusammengestellt. Dabei dürften einige Überraschungen sein: So konnte eine Band, deren Debüt 1994 erschien, gleich ihr Gesamtwerk unter den Top 20 platzieren. Mit jeweils drei Platzierungen gehen die Musikjahre 1995 und 1997 als Gewinner der Top 20 hervor. Hier finden Sie den Originalthread mit den Einzellisten unserer Forumsnutzer – und der Top 100, bei denen die ROLLING-STONE-Mitarbeiterlisten mitberücksichtigt wurden.
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