Bonnie „Prince“ Billy

„The Purple Bird“

Domino (VÖ: 31.1.)

Tatsächlich: Ein Nashville-Album.

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Oft, so Will Oldham, könne er nur verwundert lachen ob der Möglichkeit, „to participate in such a thing“. Sein Amüsement erschließt sich daraus, dass Ex-New-Traditionalist John Anderson („Swingin’“) sich hier im keltisch gefärbten „Downstream“ die Duett-Ehre gibt, derweil Tim O’Brien („Our Home“) die Bluegrass-Ecke abdeckt. Im Auftakt, „Turned To Dust (Rolling On)“, könnte man Oldham noch fast durch eine x-beliebige Country-Stimme ersetzen. Doch folgend bewegt er sich zwar weitgehend im Music-Row-Kanon, bleibt aber öfter ganz er selbst – im humorvollen „Tonight With The Dogs I’m Sleeping“, dem Waltz „Guns Are For Cowards“ oder vor der selbstbewusst beantworteten Frage: „Is My Living In Vain?“

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Dass das mit Top-Nashville-Musikern wie Pedal-Steeler Russ Pahl oder Geiger Stuart Duncan alles ziemlich mühelos zusammengeht, verantwortet nicht zuletzt Produzent David Ferguson, den Oldham schätzen gelernt hatte, als Johnny Cash „I See A Darkness“ coverte. Wär ja auch gelacht: Wer mit Cash in den Abgrund geblickt hat, kann sich über ein „Nashville“- Album nur noch amüsieren.

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Diese Review erschien im Rolling Stone Magazin 2/25.