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Der Moment der Wahrheit Regie: James Vanderbilt

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Foto: © FEA Productions, Ltd.

Haben der mächtige Vater und hochrangige Freunde hinter den Kulissen die Fäden gezogen und gegen geltendes Recht verstoßen, damit George W. Bush während seiner Zeit beim US-Militär eine Sonderbehandlung bekam, um nicht in den Vietnamkrieg zu müssen? Dieser im US-Wahlkampf 2004 vielfach diskutierten Frage widmet sich der Drebuchautor James Vanderbilt („Zodiac“) in seinem Regiedebüt. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit: Die Investigativreporterin Mary Mapes (Cate Blanchett) stößt durch Zufall auf einige brisante Dokumente und recherchiert zu dem Fall. Dan Rather (Robert Redford), ein elder statesman unter den Nachrichtensprechern, präsentiert in seiner Sendung „CBS News“ die Ergebnisse, und löst damit eine hitzige Debatte über die Vergangenheit des US- Präsidenten aus. „Der Moment der Wahrheit“ erzählt so vom mühsamen Zusammenfügen verstreuter Puzzleteile und halb verifizierter Informationen. Damit gelingen einige treffsichere Pointen über den bedauerlichen Niedergang des investigativen Journalismus. Schon die Anfangssequenz des Films, eine verstörende Überlagerung von Nachrichtenstimmen und -bildern, suggeriert eine immer unübersichtlicher werdende Informationswelt. „Wenn man auf hört, Fragen zu stellen, verlieren die amerikanischen Bürger“, sagt Dan zu einem jüngeren Kollegen. Mary und ihr Team werden dabei als ehrenwerte Diener des Gemeinwohls gezeigt, die sich jedoch auch in moralische Grauzonen begeben, wenn die Story es erfordert. Mit der Mission von „Der Moment der Wahrheit“, die Bedeutung des investigativen Journalismus zu unterstreichen, gerade in Zeiten, in denen die Skepsis gegenüber den klassischen Nachrichtenmodellen der etablierten Medien stetig zunimmt, mag man durchaus sympathisieren. Da ist es schade, dass der Film nicht nur in der Typisierung der politischen Lager stecken bleibt, sondern sich stellenweise in Heldenpathos verliert.

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