Knight Of Cups Regie: Terrence Malick

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Der Drehbuchautor Rick (Christian Bale) ist erfolgreich im System Hollywood verankert. Gleich zu Beginn des Films erschüttert, zugegeben wenig subtil, ein Erdbeben die Stadt der Engel. Die schönen Fassaden, die perfekten Oberflächen bekommen Risse. Rick blickt auf sein Leben und erkennt seinen Taumel zwischen überbordendem Verlangen nach Stimulanz und emotionaler Leere. Es ist eine Suche nach Geborgenheit, nach Liebe, nach sich selbst. Rick scheint bei diesem biografischen Kassensturz stets ein wenig der Realität entrückt, er ist sein eigener Beobachter, voller Fragen und mit dem Wunsch nach Erkenntnis.

Auch wenn man nicht zum wiederholten Male Terrence Malicks Ruf als „Poet des Kinos“ bemühen will, kommt man nicht umhin festzustellen, dass „Knight Of Cups“ tatsächlich eher einem Gedicht als einer Geschichte gleicht. Konnte man bei seinem „The Tree Of Life“ noch zwischen Ursuppe und Gehorsam einem narrativen Faden folgen, reihen sich hier die Momente lose aneinander. Es ist ein Bewusstseinsstrom, ein assoziatives Auftürmen der Bilder, die Kamera scheint die meiste Zeit zu schweben, sie irrlichtert um das Geschehen herum.

Zusammengehalten wird diese visuelle Flut durch einen inneren Monolog von Rick, der als Voice-Over über dem Geschehen liegt. Man kennt diese Ästhetik aus früheren Filmen von Malick, aber diesmal kümmert er sich noch weniger als sonst um einen stringenten Plot, sondern konzentriert sich darauf, seine ästhetischen Stilmittel noch stärker zu verdichten. Und gerade diese ungeheure Konsequenz bei der Umsetzung tröstet darüber hinweg, wenn das stets geflüsterte, kryptisch-esoterische Geschwurbel aus dem Off mitunter eine leicht prätentiöse Schieflage bekommt.

Unterteilt ist der Film in verschiedene Kapitel, die nach Tarotkarten benannt sind. Der „Ritter der Kelche“ steht dabei für den Träumer. Und so ist „Knight Of Cups“ in erster Linie auch ein somnambuler Taumel, ein entschleunigter Rausch, der die Kraft des Kinos zelebriert.

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