Peter Doherty & The Puta Madres Peter Doherty & The Puta Madres


Strap Originals/Cargo

Es ist lange her, dass Peter Doherty mehr war als ein Schatten seiner selbst, dessen Drogenkonsum ihm ins verschwitzte Gesicht geschrieben steht. Nach Libertines, Babyshambles und dem ordentlichen Solodebüt, „Grace/Wastelands“ (2009), gerät das Verpeilt-Kaputte zunehmend zur Masche.

Mit seiner neuen Band liefert er ein trauriges Beispiel dafür, wie die Mittel, mit denen man sich einst Freiheiten verschafft hat, zum Gefängnis werden, wenn man sie nicht regelmäßig auf ihren anarchischen Kraftgehalt prüft.

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Er pöbelt sich zwar wacker durch die Indie-Rock-Ruinen von „Who’s Been Having You Over“ und „The Steam“, schmalzt durch ein höhnisches „Narcissistic Teen Makes First XI“ und schafft mit „Someone Else To Be“ eine zittrige Verbeugung vor The Velvet Underground – sein Talent als Songschreiber blitzt aber doch nur selten auf.

Kooperation

Eine Geige schmiert über alles noch ein wenig Waterboys-Folk. Und Doherty ningelt seine Gossenpoesie auch mit 40 noch wie ein Kind mit Aufmerksamkeitsdefizit. Für einen Baudelaire des Punkrock zu wenig. (Strap Originals/Cargo)


Pures Talent: So klingen die Stimmen großer Sänger ohne Instrumente

Elvis Presley https://www.youtube.com/watch?v=g5V73CcYuLM Für die Liste der besten Sänger aller Zeiten schrieb Robert Plant für ROLLING STONE: „Es gibt einen Unterschied zwischen denen, die nur singen, und denen, die mit ihrer Stimme an einen anderen, jenseitigen Ort gehen, die in sich eine Euphorie erzeugen. Man verwandelt sich. Ich habe das selbst erlebt. Und ich weiß, dass Elvis das auch konnte. Mein erster Elvis-Song war ‚Hound Dog‘. Ich wusste damals noch nichts von Big Mama Thornton oder wo der ganze Swing herkam. Ich hörte nur diese Stimme, die ihren absolut eigenen Platz hatte. Die Stimme war souverän, verführerisch, gnadenlos. Sie glitt auf…
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