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Rock am Ring 2016: Wie Tenacious D den tragischen Unwetter-Abend rettete

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Rock am Ring 2016: Wie Tenacious D den tragischen Unwetter-Abend rettete

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„THUNDER! Nä nä nä nä nä nä nä nä!“ Während die Zuschauer bei Rock am Ring um kurz vor 20 Uhr mit AC/DC-Hits auf Tenacious D warten, haben sie noch gut lachen. Immerhin hat man den Starkregen vom Nachmittag überstanden, die knöchelhoch-matschigen Wege zwischen Zeltplatz und Bühnen hinter sich und den Körper schon pegeltechnisch auf Temperatur gebracht. Was sich hinter ihnen zusammenbraut, wirkt daher erst einmal nicht weiter bedrohlich – wir sind zwar aus Schlamm, aber ja nicht aus Zucker.

Carmina Buranas „O Fortuna“ erklingt – der Startschuss zur Show unter dem überdimensionalen Pick of Destiny. Nur zwei fehlen: Jack Black und Kyle Gass kommen auch nach dem perfekten Weltuntergangs-Soundtrack nicht auf die Bühne. Stattdessen warnt nach mehreren ratlosen Minuten eine Lautsprecher-Ansage: Das Programm muss wegen des aufziehenden Unwetters unterbrochen werden. „Tretet von den Absperrungen zurück und fasst keine metallischen Gegenstände an“. Okay, das könnte ungemütlich werden. Schlimmer noch, es wird ernst. Eilig seilen sich Mitarbeiter von den Masten ab und dann bricht auch schon die Hölle los: Fluten ergießen sich aus dem Himmel, ein paar Glückliche eilen noch unter Bierstände, viele versuchen sich – zum Glück weitestgehend gesittet – von den Hochbauten zu entfernen, um sich auf dem Gelände zu verteilen. Blitze zucken nur wenige Meter durch die Luft, der Donner lässt kaum mehr eine Sekunde auf sich warten. Inzwischen bittet die Lautsprecheransage die Zuschauer zu ihren Zelten zurückzukehren, allerdings liegen diese für viele einen gut 15-minütigen Fußmarsch entfernt.

Später wird man erfahren, dass gerade mehrere Besucher von den Folgen eines Blitzschlags verletzt werden. Krankenwagen-Sirenen zwischen aufgeregtem Wuselton – die Sanitäter müssen jemanden reanimieren.

 

 

Im Pressezelt hält man die Medienvertreter derweil auf dem Laufenden: Weil sich das Unwetter gegen 21:30 Uhr langsam verzieht, sollen Tenacious D nun doch noch auftreten können. Eine gute Entscheidung, wie sich zeigt. Das Duo hat sich hinter der Bühne zu einem kurzen Impro-Einspieler zusammengesetzt, in dem es dem Publikum verspricht, gleich loszulegen.

Thunder! #tenaciousd retten #rar2016

A video posted by Kristina Baum (@frkrstnbm) on

Der erste Abend darf trotz der verheerenden Umstände nicht SO enden – und das tut er auch nicht, dafür sorgen KG und JB mit Songs wie „The Metal“, „Tribute“, dem Teufel-Rock-Battle „Beelzeboss“, Ü-18-Einspielern mit über Schwulen-Prostitution sowie dem großen Finale „Fuck Her Gently“. Sogar für ein verschrobenes Prince-Cover von „When Doves Cry“ ist noch Zeit. Und für Props an ihr unerschütterliches Publikum hinter den leitenden Wellenbrechern: „Ihr seid Metal, weil ihr hiergeblieben seid und sagt: „Ist mir doch egal, ob ich sterbe, ich will Tenacious D sehen!‘“

Weltuntergangs-Soundtrack #tenaciousd #rar2016 #gewitter vorbei

A video posted by Kristina Baum (@frkrstnbm) on

Die Stimmung kehrt für die Unversehrten – immerhin über 90.000 durchweichte Rockfans – Song für Song zurück und erreicht mit den Headlinern Volbeat und einer wärmenden Pyro-Show schließlich ihren Höhepunkt auf der Volcano Stage.

Wie es in den kommenden Tagen bei Rock am Ring weitergeht, erfahrt ihr natürlich hier auf ROLLING STONE.

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