Video: Rush spielen erstmals live mit neuer Schlagzeugerin Anika Nilles

Geddy Lee, Alex Lifeson und neue Schlagzeugerin Anika Nilles fegen bei einem überraschenden Juno-Awards-Auftritt durch „Finding My Way“.

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Rushs Geddy Lee und Alex Lifeson hatten für die diesjährigen Juno Awards etwas Besonderes angekündigt – und sie lieferten: Die Band eröffnete die Show mit einem Live-Auftritt, bei dem erstmals ihre neue Schlagzeugerin Anika Nilles dabei war. Die Wahl fiel auf „Finding My Way“, den Opener ihres allerersten Albums, „Rush“ von 1974, auf dem im Studio noch John Rutsey am Schlagzeug saß – und nicht der verstorbene Neil Peart, der erst danach zur Band stieß.

Nilles, die zuvor als Schlagzeugerin von Jeff Beck bekannt wurde, meisterte den wohl druckvollsten Moment ihrer Karriere schlicht bravourös: Am mächtigen Kit mit dem Rush-Logo auf der Bassdrum spielte sie sich mit virtuosen Fills durch den Song. Lee und Lifeson wirkten nach ihrer langen Pause sichtlich elektrisiert – Lee traf Töne aus dem oberen Register seiner besten Jahre. Keyboarder Loren Gold, der die Band auch auf der bevorstehenden Tour begleiten wird, vervollständigte das erweiterte Line-up. Im Hintergrund flackerten Videoaufnahmen von Peart über die Leinwand – eine Erinnerung daran, dass der Abend ebenso sehr Hommage wie Comeback war.

Der Auftritt im TD Coliseum in Hamilton, Ontario war das erste Mal seit dem Abschluss der R40-Tour am 1. August 2015 im Forum in Los Angeles, dass Lee und Lifeson als Rush auf der Bühne standen. In den mehr als zehn Jahren seither traten die beiden nur sporadisch gemeinsam auf – dann aber stets unter ihren eigenen Namen, nicht als Band, etwa bei Tribute-Konzerten für den verstorbenen Gordon Lightfoot und Taylor Hawkins von den Foo Fighters.

Lee und Lifeson über die Songwahl

„Man kann uns wirklich nicht fragen, welchen Song wir spielen sollen“, sagte Lee anschließend gegenüber Reportern. „Wenn wir einen einzigen Song auswählen müssen, ist das fast unmöglich. Wir haben so viele. Also haben wir einfach das Management gefragt, und die sagten: erster Song, erstes Album.“

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„Außerdem“, ergänzte Lifeson, „ist es der einzige Song, den wir spielen können.“

Der Auftritt diente als Vorgeschmack auf die Fifty Something Tour, die am 7. Juni im Forum in Los Angeles beginnt – genau dort, wo Rush 2015 ihr letztes Konzert mit Peart gespielt hatte. Was zunächst als überschaubare Tournee mit zwölf Terminen angekündigt worden war, ist inzwischen auf 58 Shows in den USA, Kanada und Mexiko angewachsen, darunter vier Abende in der Scotiabank Arena in Toronto im August. Jedes Konzert ist als zweiteiliger Abend geplant, bei dem aus einem rotierenden Repertoire von rund 35 Songs geschöpft wird.