„Der Khan von Dschinghis Khan klopfte an die Himmelspforte“: Wolfgang Heichel ist tot

Er war die Stimme von Dschinghis Khan: Wolfgang Heichel ist unerwartet gestorben.

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Wolfgang Heichel ist tot. Der Dschinghis-Khan-Leadsänger verstarb bereits am 20. Januar 2926, „völlig überraschend“, wie sein Social-Media-Account vermeldet, in seinem Zuhause. Er wurde 75 Jahre alt.

„Wolfgang Heichel, der Leadsänger der legendären Popgruppe Dschinghis Khan, ist verstorben“, heißt es. „Ein Weltbürger und Menschenfreund. Wolfgang Heichel, die prägende Stimme und der Leadsänger der legendären Popgruppe Dschinghis Khan, ist tot. Er verstarb am 20. Januar 2026 im Alter von 75 Jahren völlig überraschend in seinem Zuhause. Heichel galt weit über seine künstlerische Karriere hinaus als engagierter Menschenfreund und hochgeschätzter Kulturbotschafter. Für ihn stand zeitlebens der Mensch im Mittelpunkt. Sein Wirken war gepragt von einem tiefen humanitären Bewusstsein. Besonders für die Belange von Schwächeren setzte er sich weltweit mit großer Leidenschaft ein.“

Der geborene Meißener wurde 1979 durch eben jene Zugehörigkeit zu Dschinghis Khan bekannt, einer bunt-folkloristischen Sangestruppe rund um ihn, Leslie Mandoki und Steve Bender, und die mit Hits wie „Moskau“ und Ralph-Siegel-Produktionen weltweit bekannt wurden. Der Song „Dschinghis Khan“ schaffte es beim Eurovision Song Contest in Israel auf den vierten Platz für Deutschland – und auf Platz eins der israelischen Charts.

„Der Khan von Dschinghis Khan klopfte an die Himmelspforte“

1985 wurde das Kollektiv aufgelöst. Nach der Reunion von Dschinghis Khan 2005 verließ Wolfgang Heichel 2014 die Band mit Edina Pop und Henriette Strobel und trat ab 2018 in verschiedenen Formationen als „Dschinghis Khan“ auf.

Heichels Management hat auf Instagram den Tod des Musikers bestätigt: „Der Khan von Dschinghis Khan klopfte an die Himmelspforte und trat ein. Aber er lebt in seiner Musik weiter. Weit über seine künstlerische Karriere hinaus galt Heichel als engagierter Philanthrop und hochgeschätzter Kulturbotschafter.“

Es folgt ein biografischer Abriss: „Sein ganzes Leben lang standen die Menschen im Mittelpunkt seines Interesses. Sein Wirken war geprägt von einem tiefen humanitären Bewusstsein. Besonders leidenschaftlich setzte er sich für benachteiligte Menschen auf der ganzen Welt ein. Als wahrer Weltbürger lebte und arbeitete er viele Jahre in Kalifornien und Australien. Für sein diplomatisches Geschick und seine Herzlichkeit wurde er international hoch geschätzt.“

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Dass Wolfgang Heichel mit seiner Multikulti-Band einen Grenzen überschreitenden Nerv getroffen hatte, kommt in dem Nachruf auch zum Ausdruck: „In der Mongolei wurde ihm eine besondere Ehre zuteil: Aufgrund seines unermüdlichen Einsatzes für die Völkerverständigung und die Kultur des Landes ernannte ihn das Außenministerium zum offiziellen Kulturbotschafter. Der Präsident verlieh ihm die „Medaille der Freundschaft“, die höchste Auszeichnung, die die Mongolei an ausländische Staatsbürger vergibt.“

Zu Schluss eine Darstellung seines Gesundheitszustandes: „Obwohl der Sänger in den letzten Jahren gesundheitliche Herausforderungen mit bewundernswerter Zuversicht und Stärke gemeistert hatte, kam sein Tod nach einer Phase deutlicher Besserung für seine Familie, Freunde und Weggefährten völlig überraschend.“