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Wie sich Sammy Hagar ins erste US-Konzert der Rolling Stones schummelte


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Am 5. Juni 1964 spielten The Rolling Stones im kalifornischen San Bernadino das erste USA-Konzert ihrer Bandgeschichte. Im Zuschauerbereich des Swing Auditoriums: Der spätere Van-Halen-Sänger Sammy Hagar, der sich auf ganz besondere Art den Eintritt erschlichen hatte.

Sammy Hagar erinnert sich an erste US-Show der Stones

Wie es dazu kam, erklärte Hagar im Interview mit der Radioshow „Ultimate Classic Rock Nights“ („Ultimate Classic Rock“ berichtete). „Wir hatten kein Geld und ich hatte noch nie von einem Rockkonzert gehört“, erinnert sich der 72-Jährige. „Also sagte mein Freund, der ein Auto hatte, ‚Lass uns hingehen!’ Wir stehen an der Hintertür. Plötzlich taucht ein Schulbus aus – ein kleiner, alter, funky Schulbus – und aus ihm raus kommen die Rolling Stones und [DJ] George Babcock. Sie marschieren aus dem Bus … Wir sind einfach mit ihnen mitgegangen, dicht hinter ihnen. Mitten rein mit den Stones, genau ins Backstage, Mann! Und das war das erste Konzert, das ich je gesehen habe!“

Wo Hagar vielleicht die Erinnerung trügt

Wie „Ultimate Classic Rock“ berichtet, könnte Hagars Erinnerung ihn zumindest bei einem kleinen Fakt getrügt haben: Andere Quellen berichten nämlich, dass es nicht George Babcock gewesen sei, der Seite an Seite aus dem Stones-Bus schritt – sondern der DJ Brian Lord.

Hagar sollte 21 Jahre später selbst Rockgeschichte schreiben: Er ersetzte ab 1985 David Lee Roth als Sänger bei Van Halen. Hagar blieb elf Jahre lang in der Band rund um den Gitarrenvirtuosen Eddie Van Halen. Von 2003 bis 2005 gab es ein erneutes Intermezzo bei Van Halen – einer Band, die nicht unbedingt immer mit einfacher Dynamik innerhalb des Personals Schlagzeilen machte. Danach spielte Hagar gemeinsam mit Red-Hot-Chili-Peppers-Drummer Chad Smith, Ex-Van-Halen-Mitglied Michael Anthony und dem genreprägenden Instrumental-Rock-Gitarristen Joe Satriani in der Supergroup Chickenfoot. Mit Anthony und John-Bonham-Sohn Jason Bonham gründete Hagar eine zweite Supergroup namens The Circle.



Sammy Hagar ist „bereit, krank zu werden und zu sterben“, wenn es der Musikindustrie hilft

Sammy Hagar scheint genug von den Einschränkungen durch die Corona-Krise zu haben. Wenn es nach dem Musiker ginge, könnten schon bald wieder Konzerte stattfinden, um damit der Musikindustrie und der Wirtschaft des Landes zu helfen – auch wenn diese Entscheidung Menschenleben kosten würde. Der US-amerikanische ROLLING STONE hat mehrere Künstler dazu befragt, wie sie dazu stehen, während der Corona-Krise Konzerte zu spielen. Die meisten waren sich einig, dass es keine gute Idee sei, voreilig auf die Bühne zurückzukehren und damit das eigene Leben und das der Fans zu riskieren. Sammy Hagar hat diesbezüglich aber eine ganz eigene Auffassung – und…
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