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„Sex And The City“-Mitarbeiterin schildert sexuelle Erniedrigungen am Set


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„Sex And The City“ als Albtraum für Frauen am Set? In einem Gastbeitrag im Magazin „Glamour“ schreibt Heather Kristin, die als Double von Kristin Davis (Charlotte) verpflichtete wurde, dass sie bei den Dreharbeiten vielfach „belästigt und erniedrigt“ wurde.

Kristin teilt mit der Schauspielerin nicht nur einen Teil des Namens, sondern sieht ihr auch ausgesprochen ähnlich. Mit viel Überzeugungskraft konnte sie die Produzenten von sich überzeugen, für die Serie arbeiten zu können, wie sie in dem Text schreibt. Sie habe dafür sogar der Casting-Agentin aufgelauert.

Scherze über Brustimplantate und sexuelle Gefälligkeiten

Angeblich wurde Kristin von Crewmitgliedern mit derben Sprüchen sexuell belästigt und vielfach auch schikaniert. „Einige Crew-Mitglieder scherzten über meine angeblich tollen Brustimplantate, obwohl ich gar keine hatte“, schreibt sie „Und dann wurde öfter angedeutet, ich hätte den Job nur bekommen, weil ich den richtigen Leuten einen geblasen hätte.“ Insgesamt soll laut Kristin eine geradezu „toxische Set-Atmosphäre“ geherrscht haben, bei der vor allem Äußerlichkeiten immer wieder zum Thema für Spott und Erniedrigungen wurden.

Ein Set-Mitarbeiter habe sie angepöbelt, dass ihre Nase viel zu groß sei für die Leinwand. Und dass sie niemals eine Sprechrolle in der Show bekommen würde. Aufgrund vertraglicher Verpflichtungen musste Kristin oftmals 16 Stunden am Set verbringen. In den Mittagspausen versteckte sie sich meist in einer Garderobe, um den anderen aus dem Weg zu gehen.

Demütigung im Gynäkologen-Stuhl

Dabei sei nicht nur sie Opfer von Schmähungen geworden: Die inzwischen 47-Jährige will auch Zeugin geworden sein, wie andere Leute am Set gemobbt wurden. „Eine schwarze Statistin hatte Tränen in den Augen, weil ein Crewmitglied ihr gegenüber rassistische Bemerkungen gemacht hatte“, so Kristin in ihrem Bericht. Die Person fragte, ob sie in einer Gang sei und befahl ihr, ihm frittiertes Hähnchen fürs Mittagessen zu besorgen.

Heftiger noch blieb Kristin eine Situation in Erinnerung, bei der sie in einem Gynäkologen-Stuhl sitzen sollte. Aufgrund des vielen Überschichten sie sie darin trotz der sehr unbequemen Position mit gespreizten Beinen einfach eingeschlafen. „Als ich aufwachte, hatten einige der Crewmitglieder meine Beine und Füße mit Panzerband an den Bügeln festgeklebt“, erzählt Kristin. „Sie haben gelacht und heftige Kommentare über meinen Körper gemacht. Einer hat sogar Fotos gemacht, was andere zum Lachen anregte.“

Die Angst und Scham, die sie bei den Dreharbeiten von „Sex And The City“ erlebte, sorgten schließlich dafür, dass Heather Kristin weitere Ambitionen, in der Traumfabrik zu arbeiten, komplett aufgab. Gegenüber den Schauspielerinnen der Serie empfinde sie allerdings keinen Groll. Sie hätten sie immer sehr freundlich behandelt. Einmal hätte sie sogar ein Kleid geschenkt bekommen.

Ein Mitarbeiter von HBO reagierte unmittelbar nach Veröffentlichung des Berichts und ließ mitteilen: „Wir sind sehr enttäuscht zu hören, was Ms. Kristin vor 20 Jahren durchmachen musste.“


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