So erbärmlich entschuldigt sich „Breitbart“ bei Lukas Podolski


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Die amerikanische Website „Breitbart“ ist bekannt für ihre unverschämte Hetze gegen Flüchtlinge, Moslems und alle Menschen mit liberaler Weltsicht. Seitdem Stephen Bannon als Chef-Ideologe von Trump abgesetzt wurde, ist klar, dass der 63-Jährige als Publizist mit dem Nachrichtennetzwerk erst recht wieder seinen Kampf gegen alles, was komplex in der Welt ist, aufnehmen will.

Doch nicht nur deshalb stand „Breitbart“ am Wochenende im Fokus des Interesses. Die Website hatte aus Versehen in einem Artikel über Schmuggelbanden ein Bild von Ex-Nationalspieler Lukas Podolski auf einem Jet-Ski gezeigt. In der Meldung ging es um eine Gruppe von Schleusern, die Flüchtlinge für 5.000 Euro mit Jet-Skis von Marokko nach Spanien brachten.

Lukas Podolski droht mit dem Anwalt

Für Poldi ist die Verwechslung eine Unverschämtheit! Über seinen Manager Nassim Touihri ließ er laut „Bild“ ausrichten: „Das ist eine Sauerei! Lukas distanziert sich davon und lässt sich nicht instrumentalisieren.“

Der 32-Jährige habe juristische Schritte bereits eingeleitet, das Foto stammte sogar nicht einmal aus diesem Jahr, sondern wurde 2014 während der WM in Brasilien aufgenommen. Wohl auch deshalb sah man sich bei „Breitbart“ gefordert, auf den peinlichen (oder bewusst in Kauf genommenen) Fauxpas zu reagieren.

Screenshot des „Breitbart“-Artikels
Screenshot des „Breitbart“-Artikels

Kleinlaut gab man am Sonntag (20. August) zu, dass man lediglich ein Symbolfoto für eine Person auf einem Jet-Ski gesucht habe und dabei auf jenes von Podolski gestoßen sei. Natürlich gehöre der Fußballer nicht zur Bande von Schleusern, so „Breitbart“ und man entschuldige sich für den Fehler.

Recherche? Nicht so wichtig!

Schließlich wünschten die Redakteure Poldi noch „alles Gute für seinen kürzlich angekündigten Rückzug aus dem internationalen Fußball“, was nur erneut bewies, dass „Breitbart“ anscheinend nicht viel Zeit für die Recherche der eigenen Artikel in Anspruch nimmt. Zwar ist Podolski in der DFB-Elf bereits zurückgetreten, zur Zeit verdient der Fußballer aber seine Brötchen in der japanischen J-League bei Vissel Kobe.