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Sven Regener: Diskussion um sein Statement zum Urheber-Recht

🔥Hobby-Produzenten aufgepasst: Alles, was Ihr über GEMA-freie Musik wissen müsst

Sven Regener „steht es bis hier“. Wenn nicht sogar noch höher. In einem über fünf Minuten langen Monolog hat er vergangene Woche Zündfunk-Autor Erich Renz mit einem unerwarteten, wutbrausenden Statement zum Thema Urheberrecht überrumpelt und den Funken für eine ebenso geladene Debatte gezündet, die seitdem polternd durch Web und Tagesblätter rollt.

Regeners Rede hat viele Sympathisanten gefunden. Doch obwohl er viele (Halb-)Wahrheiten anspricht, wirken manche Argumente wahrlich etwas zurechtgedreht. Wir haben deshalb einmal versucht, sein Statement in verdauliche Happen zu portionieren und das Problem nicht nur schwarz-weiß zu sehen.

Regeners Wut richtet sich gegen alle, die die geschaffene Kunst als selbstverständlich nehmen und den Künstler somit um ihren Lohn bringen: „Wir wollen das umsonst haben, wir wollen damit machen können was wir wollen und wir scheißen drauf, was du willst oder nicht.“ Für Regener im Grunde nichts anderes, „als dass man uns ins Gesicht pinkelt und sagt: ‚Euer Kram ist eigentlich nichts wert.‘“ Verständlich, absolut – doch wirft er in der weiteren Argumentation einiges durcheinander.

So stünden YouTube, Google, die Piratenpartei sowie Filesharing-Unternehmen grundsätzlich auf der bösen Seite der Macht, wie auch – so muss man Regeners Rede sinngemäß ergänzen – der Großteil des eigenen Publikums. Auf der guten verbleiben lediglich die Künstler selbst, die GEMA und möglicherweise einige Musikkonsumenten. Und so wie Regener die älteren Semester lobend erwähnt, scheint er vor allem an sie zu denken.

Angefangen bei Google und YouTube sieht die Lage für Regener folgendermaßen aus: „YouTube gehört Google. Das ist ‘n milliardenschwerer Konzern, der aber nicht bereit ist, pro Klick zu bezahlen. Nun hat aber weder YouTube noch Google uns irgendwas zu bieten – außer, was andere Leute geschaffen haben und da reingestellt wird.

Sicher ist YouTube in Bezug auf Werbeeinnahmen und Gewinne nicht zu bemitleiden – doch stimmt es nicht, dass YouTube grundsätzlich nicht bereit wäre, pro Klick zu zahlen. Lediglich über die Höhe dieser Zahlungen wird noch unter strengster Geheimhaltung andauernd mit der GEMA verhandelt. In anderen Ländern, wie zum Beispiel Großbritannien, ist eine solche Pro-Klick-Zahlung schon längst umgesetzt. Wer sich in Deutschland quer stellt, ob YouTube oder GEMA, ist von außen erst einmal nicht zu beurteilen. Eine Frage mit der sich auch Johnny Haeusler in einem Artikel auf spreeblick.de sehr umfassend auseinandergesetzt hat. Interessanterweise hat die Internet-Bewegung Anonymous ein anklagendes Video veröffentlicht, das die GEMA als Schuldigen zeigt. Woher die entsprechenden Kenntnisse jedoch stammen sollen, ist fraglich. Deichkind fassten die aktuelle Lage, nach einer Videosperrung ihrer Single „Leider Geil“ auf YouTube kürzlich wie folgt zusammen: „Ob Plattenfirma, YouTube oder Gema, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben. Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig!“ Recht haben sie – denn letztlich leiden am meisten die Künstler unter den Streitigkeiten, und das nicht nur auf Grund fehlenden Zahlungen, sondern auch, weil mit YouTube oft eine entscheidende Werbeplattform – gerade auch für kleine Künstler – wegfällt, selbst wenn Sven Regener dem nichts abgewinnen kann. Er schlägt als Alternative vor, Videos auf bandeigenen Websites zu streamen – dort werden sie aber meist nur von Fans gefunden.



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