ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE
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The Smiths hätten sich 2008 fast wiedervereinigt

Im September 2008 trafen sich Morrissey und sein ehemaliger Bandkollege Johnny Marr von The Smiths in einem Pub in Manchester auf ein Bier, um das Remastering des Backkatalogs der Smiths zu besprechen. Es war das erste Mal innerhalb eines Jahrzehnts, dass sich die Musiker persönlich trafen.

Aus einem Getränk wurden ein paar mehr (Orangensaft für Marr und Bier für Morrissey); die Musiker plauderten mehrere Stunden über Platten, die sie mochten, bis sie auf  „das Thema“ zu sprechen kamen: Was, wenn man die Gerüchte über eine Wiedervereinigung der Smiths Wirklichkeit werden ließe?

Realistische Möglichkeit

Das Gespräch kam aus dem Blauen heraus. Sätze wie: „Es könnte passieren…“ oder „Wie würde es dir damit gehen?“ oder „Was wäre wenn?“ fielen an dem Abend mehrfach. The Smiths lösten sich im September 1987, nachdem Marr die Gruppe verließ, auf. Das Verhältnis zwischen den beiden unterschiedlichen Charakteren war immer schon gespannt gewesen.

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„Plötzlich sprachen wir über die Möglichkeit einer erneuten Formierung von The Smiths, und in dem Moment schien es, dass es mit der richtigen Absicht tatsächlich umgesetzt werden und sogar großartig werden könnte“, sagte der Musiker nun in einem Interview mit dem „Guardian“ im Rahmen seiner bald erscheinenden Autobiographie. Vier Tage lang schien es wie eine „sehr realistische Aussicht“.

Konkrete Pläne gab es schon

Dies berichtete Johnny Marr in einem Auszug aus seinen Memoiren „Set the Boy Free“, die am 15. November erscheinen. Der Gitarrist und Co-Songwriter erzählt, dass er sogar bereits mit seiner aktuellen Band The Cribs ausgetüftelt hatte, wie er den Spagat zwischen beiden Projekten meistern könne. Zudem überlegte er bereits, einen Schlagzeuger zu engagieren, da sowohl er als auch Morrissey sich weigerten, wieder mit The-Smiths-Drummer Mike Joyce zusammenzuarbeiten, seitdem dieser sie 1996 auf mehr Rechte verklagt hatte.

Am Ende des Abends umarmten sie sich und planten ein erneutes Treffen. „Ich reiste mit The Cribs nach Mexico. Dann herrschte Funkstille. Unsere Kommunikation war zu Ende und die Dinge wurden wieder so, wie sie waren und wie sie, so schätze ich, immer sein werden.“ Marr glaubt mittlerweile nicht mehr, dass die Smith jemals wieder zusammenkommen. Laut eigener Aussage nahm seine Freundschaft mit Moz „ihren Lauf“.

Das letzte Mal hörten sich die beiden vor sechs Jahren. Marr mailte Morrissey ein Bild der Studentenproteste in Großbritannien. „Am nächsten Tag schickte er mir ein Foto einer Demonstrantin names Ellen Wood, die sich mit der Polizei auseinandersetzte und dabei ein The-Smiths-T-Shirt trug. Ich starrte auf das Foto, ihre Haltung, das Parlamentsgebäude. Die Bedeutsamkeit, dass sie ein Smith-Shirt trug, machte einen ziemlichen Eindruck auf mich. Mir ist aufgefallen, dass abseits von der Musik, die wir gemacht hatten, dieses Bild das stärkste Zeugnis für das Vermächtnis der Smiths sein könnte.“ Doch die Kommunikation zwischen den Männern hielt nur ein, zwei Tage an.

„Obwohl ich das Gefühl hatte, dass ich einen Moment der Freundschaft aufgebaut hatte, blieb eine Stimmung von Entfremdung und Misstrauen zwischen uns. Es war ein Jammer“, sagt Marr. Aber wie sang Morrissey vor dreißig Jahren? „There Is a Light That Never Goes Out.“

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Morrisseys Musik wurde aus dem ältesten Plattenladen der Welt verbannt, nachdem sich der Sänger in jüngster Vergangenheit zur Unterstützung einer rechtsextremen Partei bekannt hatte. Spillers Records in Cardiff nahm die Platten des ehemaligen The-Smiths-Manns aus seinem Sortiment, da vor allem Morrisseys kürzlicher Auftritt in Jimmy Fallons „Tonight Show“ für Furore sorgte. In der Sendung, in der er Jobriaths „Morning Starship“ spielte, trug der Musiker einen Pin der rechtspopulistischen „For Britain“-Bewegung. Die von der Anti-Islam-Aktivistin Anne Marie Waters gegründete Partei ist stark umstritten, da diese offensichtlich rechtsextreme Ansichten vertritt. Waters sprach Morrissey nach seinem Auftritt sogar ihren Dank aus, dass er ihre…
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