Travis Scott: Schon 35 Klagen nach tödlicher Astroworld-Massenpanik


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Ein Klagen-Regen und ein immer noch im künstlichen Koma liegendes neunjähriges Kind: Travis Scott und Live Nation müssen sich derzeit vielen Anschuldigungen stellen, nicht korrekt gehandelt zu haben.

Mehrere Medien, darunter auch die US-Ausgabe des ROLLING STONE berichten, dass bereits mindestens 35 Kläger*innen juristische Schritte eingeleitet haben, um den Ursachen der Massenpanik auf dem Astroworld-Festival im texanischen Houston (USA) auf den Grund zu gehen. Dabei seien acht Menschen gestorben, das neunjährige Kind liegt derzeit noch immer im künstlichen Koma.

Auch die Familie des Kindes hat nun eine Klage gegen den Musiker und die Veranstalter des Festivals eingereicht. Der Junge sei einer von Hunderten Menschen gewesen, die sich während des Auftritts von Travis Scott und Drake am vergangenen Freitag (5. November) teils schwer verletzten. Privatvideos, die auf sozialen Netzwerken geteilt wurden, spiegelten das Ausmaß der Ereignisse in Bruchteilen wider.

GoFundMe-Spendenaktion für schwer verletztes Kind eingerichtet

Die Familie des Kindes fordere nun rund eine Million Dollar Schadenersatz (ca. 863.000 Euro). In der Klage wird Travis Scott und Live Nation, den Organisatoren der Veranstaltung, vorgeworfen, viel zu spät gehandelt zu haben – um genau zu sein mindestens 40 Minuten. Dazu hieß es: „Während des Konzerts war ein neunjähriges, minderjähriges Kind plötzlich gezwungen, mit Schrecken zuzusehen, wie mehrere Konzertbesucher verletzt und getötet wurden“, die Klage liege dem ROLLING STONE vor.

Er liegt derzeit in einem künstlichen Koma und wird lebenserhaltend betreut […]. Für seinen jungen, noch im Wachstum befindlichen Körper werden diese Verletzungen lebenslange Auswirkungen haben und seine Lebensqualität sowie seine Fähigkeit, zu wachsen und sich zu entwickeln, beeinträchtigen.

Es wurde eine GoFundMe-Seite eingerichtet, um das Kind und seine Familie finanziell zu unterstützen. Dabei sind bisher rund 37.000 Dollar (ca. 32.000 Euro) gespendet worden (Stand: 10. November). Live Nation hatte ebenfalls angekündigt, einen Fonds einzurichten, um die medizinische Versorgung der Verletzten zu übernehmen. Travis Scott erklärte darüber hinaus, dass er die Beerdigungskosten für alle Opfer übernehmen werde. Außerdem soll er Besucher*innen angeboten haben, für benötigte Therapiestunden zur Verarbeitung der Ereignisse aufzukommen.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf musikexpress.de +++