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U2: Bono veröffentlicht 60 Songs, die sein Leben gerettet haben – und schreibt Fanbriefe an Künstler


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Dass U2-Sänger Bono seinen 60. Geburtstag eher ruhig und in sich gekehrt begehen will, wussten wir bereits – und auch, dass er die Zeit der Corona-Selbstisolation zum Listenschreiben nutzt, hatte er bereits bekannt gegeben. An seinem Ehrentag lässt der Musiker seine Fans nun an einer ambitionierten Liste teilhaben. Auf den sozialen Netzwerken der Band sowie auf der Website u2.com veröffentliche Bono eine Liste mit sechzig Songs, die ihm laut eigenen Angaben das Leben gerettet haben. Damit nicht genug: Er wendet sich auch in Briefen an die Musiker – oder deren Hinterbliebenen.

„Songs, die mir das Leben gerettet haben“

„Dies sind einige der Lieder, die mir das Leben gerettet haben… die, ohne die ich nicht hätte leben können… die, die mich von dort nach hier gebracht haben, von null auf 60… durch all die Schrammen, alle Arten von Ärger, vom Ernsthaften bis zum Albernen… und die Freude, hauptsächlich Freude… Ich wollte den Künstlern danken und allen , die geholfen haben, sie zu machen… Sie haben dasselbe für mich getan… Ich schreibe einen Fanbrief zu jedem Lied, um zu versuchen, meine Faszination zu erklären… Ich werde einige hier und auf ‚U2.com/60songs‘ teilen“, schreibt der Sänger.

Bono schreibt Fanbriefe an Pavarotti, Billie Eilish, David Bowie und Kraftwerk

Den ersten von mehreren Briefen, die er teilte, verfasste Bono an Luciano Pavarottis Tochter Alice. „Liebe Alice, ich habe dich ewig nicht gesehen… wie sonst auch bin ich ein loyaler aber unverlässlicher Freund“, beginnt er den Brief. „Miserere“ (ein Song, den Pavarotti unter anderem mit Bono und dem italienischen Musiker Zucchero aufgenommen hatte), erklärt er, sei eines seiner Lieblingscrescendos des 2007 verstorbenen Operntenors – und erwähnt im Laufe des Briefs auch seinen Vater Bob, seinen Freund Zucchero sowie Sänger Andrea Bocelli.

 

Auch von Billie Eilish – und ihrem Bruder Finneas – schwärmt Bono in höchsten Tönen. Ihr Song „Everything I Wanted“ sei „eine schwarze Schönheit, schmerzend und wundervoll verwundbar und beängstigend, furchtlos und beunruhigend“. Bono weiter: „Ich denke an Carole King, ich denke an Roy Orbison. Aber genau wie sie, hat das hier nicht existiert bevor du es tatest“.

Bono wendet sich außerdem auch an David Bowies Sohn Duncan Jones. Der Song „Life On Mars“ habe ihm im Alter von 13 Jahren eine Antwort auf eine wichtige Frage gegeben: Nämlich, ob es intelligentes Leben auf der Erde gäbe. Das Lied habe ihm bestätigt, dass dem so sei. „Danke, dass du deinen Vater mit so vielen Seelen wie mir geteilt hast, die er bis zum Anschlag aufgefüllt hat“, so das prominente Geburtstagskind.

Im fünften von bisher fünf Briefen verleiht Bowie gegenüber Kraftwerk („Dear Ralf and Florian and All Kraftwerk Mensch“) seiner Begeisterung Ausdruck. Den Song „Neon Lights“ nennt er „European Soul music“ und schwärmt von dessen Pop-Qualitäten. Dann zollt er dem kürzlich verstorbenen Kraftwerk-Mitglied Florian Schneider-Esleben Tribut. „Danke Ralf und Kraftwerk, dass ihr uns Florian all diese Jahre geliehen habt… möge er in Frieden ruhen“.

Hier gibt es die gesamte Songliste als Videoplaylist:


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