Während Bush-Konzert: Gavin Rossdale zollt Chester Bennington Tribut


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Auch vier Tage nach dem Tod von Chester Bennington wird die Musikwelt von Trauer dominiert: Seit er sich am 20. Juli im Alter von 41 Jahren suizidierte, verneigen sich Freunde, Fans und Kollegen vor dem Linkin-Park-Sänger auf verschiedene Art und Weise. Während beim Parookaville-Festival am vergangenen Wochenende etwa 40.000 Besucher gemeinsam „In the End“ anstimmten, hat seine eigene Band dem Sänger mit einer Gedenk-Website ein virtuelles Denkmal gesetzt.

„Das ist echt abgefuckt“

Auch andere Musiker halten während ihres Alltags inne, um dem Verstorbenen zu gedenken: So unterbrach zum Beispiel Frontmann Gavin Rossdale ein Konzert seiner Band Bush in Indiana am 20. Juli, um Bennington seinen Respekt zu erweisen. Emotional wandte er sich ans Publikum: „Was daran so richtig abgefuckt ist, ist die Tatsache, dass ich ihn das letzte Mal bei der Beerdigung von Chris Cornell gesehen habe.“ Chester Bennington hatte sich am Geburtstag seines guten Freundes Chris Cornell umgebracht, nachdem dieser sich im Mai erhängte.

„Niemand darf darüber urteilen“

„Ich weiß nicht, was hier los ist, das ist irgendwie eine Scheißzeit für die Musikszene. Ich denke viel an seine Familie und die Leute um ihn herum, die ihn geliebt haben und immer noch lieben, es ist einfach nur traurig. Es ist unmöglich, etwas zu seiner Situation zu sagen. Es ist einfach unmöglich – das war eine Sache, die er mit sich allein ausmachen musste.“ Abschließend forderte Rossdale das anwesende Publikum dazu auf, sich umeinander zu kümmern und gegenseitig Acht zu geben. Unterdessen wurde die bevorstehende Linkin Park-Tour abgesagt, die Ticketkosten würden an den Vorverkaufsstellen erstattet werden – worauf viele Fans verzichten wollen: Sie möchten ihre Rückerstattung stattdessen an Vereine für Suizidprävention spenden.