Wegen wütender Trolle: „House of the Dragon“-Star Emily Carey hat Twitter-Account gelöscht


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Die „House of the Dragon“-Darstellerin Emily Carey stößt bei „Game of Thrones“-Fans auf nicht allzu große Sympathie. Sie kritisierten ihre Besetzung in dem neuen Spin-off. Nun äußerte sich die 19-jährige Schauspielerin dazu.

Die gebürtige Britin spielt in der Prequel-Serie „House of the Dragon“ eine jüngere Version der boshaften Königin Alicent Hightower. Als Carey im Juli dieses Jahres während eines Comic-Con-Panels sagte, dass sie versucht habe, den Charakter zu vermenschlichen, um sich besser in die Rolle hineinversetzen zu können, überkam sie ein heftiger Shitstorm. „Game of Thrones“-Fans waren der Meinung, sie ignoriere das Quellenmaterial von George Raymond Richard Martin, dem Produzenten der Serie.

Das Fantasy-Genre in der Kritik:

Die sozialen Medien – eine Hassliebe

Carey wurde unter anderem zum Vorwurf, das Buch „Feuer und Blut“, auf dem „House of the Dragons“ basiert, nicht gelesen zu haben. Nun äußerte sie sich gegenüber News.com.au dazu. „Ich liebe die sozialen Medien. Ich bin 19, also bin ich seit meiner Kindheit sehr aktiv in den sozialen Medien, weil ich auch schon als Kind gearbeitet habe, also bin ich mir den Dingen sehr bewusst … . Jeder Hass, der reinkommt, ist nur … es ist eine Person hinter einem Bildschirm. Man muss einfach weiter machen“, erklärte sie.

Trotzdem sei sie sich auch dem großen Druck bewusst. Sie erzählte: „Aber ich muss sagen, ich habe Twitter [nach der Comic-Con] gelöscht, weil es einfach so extrem ist. Selbst wenn alles gut ist, gibt es so viele extreme Nutzer. Ich liebe den Hype, versteht mich nicht falsch, aber manchmal kann es zu viel sein, und das meine ich ehrlich“.

Carey wollte sich mit ihrer Rolle besser identifizieren

Während der Veranstaltung sagte Carey, dass sie ihre eigene Art gefunden habe, den Serien-Charakter besser kennenzulernen. Sie erzählte: „Es gab einige Lücken, die wir füllen mussten, und um das alles herauszufinden, habe ich angefangen, Tagebuch zu führen, und mit der Hilfe von Ryan und Miguel (den Machern der Serie) habe ich es geschafft, eine Art Hintergrundgeschichte zu entwickeln, und das hat sich als sehr nützlich erwiesen. Ich hatte noch nie zuvor die Freiheit, einen ganzen Menschen so zu gestalten. Es hat also sehr viel Spaß gemacht, mit ihr so in die Tiefe gehen zu können“.

Außerdem gab sie zu ihrer Besetzung in „House of the Dragon“ folgendes Statement ab: „Ich glaube, ich habe dadurch ein tieferes Verständnis für Alicent bekommen. Ich glaube, sie ist so facettenreich. Es gibt so viele Seiten an ihr. Ich glaube, viele Leute erwarten bereits, dass sie der Bösewicht der Serie ist, aber ich denke, es gibt noch viel mehr zu erforschen“, sagte sie.

„Wartet nur ab und seht selbst“

Autor Martin verteidigte die Teenager-Schauspielerin und erinnerte die Fans daran, dass sie sonst „niemanden haben werden, der ‚Lord Evil‘ genannt wird“. „Es gibt durchaus das Böse. Ich habe immer geglaubt, dass die interessantesten Charaktere die großartigsten sind. Sie sind fähig zur Großzügigkeit, Güte und Liebe. Und dann tun sie etwas, wofür sie sich schämen“, stellte er klar.

In einem Tweet schrieb Carey zudem, dass sie nichts bereuen würde, was sie zuvor sagte. Sie erklärte: „Ich stehe zu dem, was ich in dem Panel gesagt habe. Alicent ist nicht der Bösewicht, Leute. Wenn wir sie treffen, ist sie ein Kind, ein Produkt des Patriarchats. Wartet nur ab und seht selbst. Vielleicht werdet ihr sie verstehen“.