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“Welt”-Porträt inklusive Anmerkungen von Til Schweiger: “Ich habe noch nie geschleimt”

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“Welt”-Porträt inklusive Anmerkungen von Til Schweiger: “Ich habe noch nie geschleimt”

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Das Prozedere ist soweit bekannt: Erstens: Man spricht mit einer – mehr oder minder – bekannten Person. Zweitens: Man lässt entsprechende Person den fertigen Text autorisieren. Drittens: Man veröffentlicht den Artikel in dem dafür vorgesehenen Medium. “Welt am Sonntag”-Autorin Kathrin Spoerr hat sich die Sache bei ihrem Til-Schweiger-Portrait ein bisschen spaßiger gemacht, und die Anmerkungen und Kommentare des Schauspielers einfach mit in den Artikel übernommen – das Porträt in seiner fertigen Form war so mit dem 52-Jährigen abgesprochen.

So schreibt die Autorin beispielsweise über das Verhältnis Schweigers zur Wochenzeitschrift „Spiegel“: „Er erzählt die Geschichte mit dem „Spiegel“-Reporter vor vier Jahren, den er richtig toll fand, weil er ein Buch über Schweigers Jugendhelden Arnold Schwarzenegger geschrieben hatte. ‚Ich dachte, wenn mal einer ein Buch über mich schreibt, dann der.‘ Der Journalist schrieb dann tatsächlich etwas über Schweiger: ein ‚Spiegel‘-Porträt, ein tolles Stück“.

Dies kommentierte der Schauspieler im Porträt, farbig hervorgehoben, dann so: „Das ist jetzt nicht dein Ernst!!!??? Bitte nicht wieder Ausrufezeichen zählen! Wer hat eigentlich mit diesem Schwachsinn angefangen, die Anzahl meiner Satzzeichen zu zählen? Ich kann euch nicht sagen, wie sehr ich mich darüber schon schlappgelacht habe.“

Zum Abschluss des Texts lässt Schweiger tatsächlich noch ein Kompliment vom Stapel, das leicht spitzzüngig wirkt: „Au ja, Gott finde ich super, das gefällt mir, hahahaha … ein ehrliches Wort (Ich habe noch NIE geschleimt), deinen Artikel zu ‚redigieren‘ hat mir viel Spaß gemacht, jetzt habe ich dich wieder lieb, und wenn du das nächste Mal in Hamburg bist, lad ich dich gerne mit Kindern oder Freunden auf meine ‚Bolo‘ ein. Mittlerweile ist sie richtig gut!“

Ob Til Schweiger sich mit diesem Portrait neue Freunde gemacht hat, ist noch nicht klar – definitiv ist es aber eine lustige Idee von Autorin Spoerr, eine journalistische Darstellungsform so aufzulockern. Sie zeigt auch, dass die Arbeit mit Gesprächspartnern, die ihre Zitate gegenlesen wollen, nicht immer ganz einfach ist. Nachzulesen ist der ganze Artikel in der Welt am Sonntag-Ausgabe 49/2016, kostenfrei im Netz steht sie (noch) nicht.

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