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Wissenschaftler haben den Erfolgscode von „Game of Thrones“ entschlüsselt

Wenn am kommenden Sonntag die neuste Episode der siebten „Game of Thrones“-Staffel ausgestrahlt wird, werden wieder Millionen von Menschen bei HBO oder in Deutschland einige Tausend bei Sky schauen, wie sich der Kampf um den Eisernen Thron zuspitzt. Möglicherweise sind sogar noch wesentlich mehr Zuschauer über schwarze Kanäle dabei.

Die teuer produzierte Edelserie ist zur Zeit die beliebteste der Welt – und das mit Abstand. Bisher gab es viele Erklärungsansätze, warum „Game of Thrones“ dermaßen erfolgreich ist. Doch sie alle stammen hatten bisher keine wissenschaftliche Evidenz. Nun hat der Kulturtheorie-Professor Jan Söffner von der Zeppelin Uni in Friedrichshafen sich als einer der ersten an eine plausible These gewagt, wie „Focus“ meldet.

Realismus + Fantasy

Seiner Meinung nach folgt der Hype einem Inszenierungsschema, das so vor allem nur „Game of Thrones“ hinbekomme: „Der Knackpunkt ist eine inneren Spannung zwischen knallhartem Realismus und Fantasy.“ Im Gegensatz zu anderen TV-Erzählungen komme in „GoT“ stets alles anders, als man denke. Aus diesem Grund könnten eigentlich die großen Hollywood-Narrative wie „Star Wars“ oder auch die zahlreichen Comic-Verfilmungen nicht mehr ernst genommen werden. Zu unaufgeregt und vorhersehbar kämen diese Storys daher.

„Eventuell geht da eine Epoche zu Ende“, folgert der Wissenschaftler. Das mag sich anhand von Umsatzzahlen ganz sicher heute noch nicht schlüssig nachweisen lassen (schließlich spülen die Sternenkriegersaga und andere vermeintlich simpel gestrickte Blockbuster Milliarden in die Kassen der Studios). Doch Kulturwissenschaftler denken ja in größeren Zusammenhängen und blicken auf weitere Zeiträume als der Rest der Welt.


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