Lena Dunham behauptet: Adam Driver schrie, spuckte und warf Stuhl während der Dreharbeiten zu „Girls“

In ihrem neuen Memoir „Famesick“ schreibt Lena Dunham, dass sie sich am Set von „Girls“ neben Adam Driver oft auf unsicherem Terrain befand.

ROLLING STONE Badge
Empfehlungen der Redaktion

In der HBO-Serie „Girls“ war die Beziehung zwischen den Figuren Hannah Horvath und Adam Sackler geprägt von heftigen emotionalen Ausbrüchen und zermürbenden Herzschmerzen – ein Konfliktpotenzial, das sich über sechs Staffeln entfaltete.

Und die Dynamik hinter den Kulissen zwischen Schöpferin und Hauptdarstellerin Lena Dunham und Schauspieler Adam Driver spiegelte bisweilen wider, was auf dem Bildschirm zu sehen war – das hat Dunham nun in ihrem neuen Buch „Famesick: A Memoir“ enthüllt, wie „Variety“ berichtet.

Sie schreibt darin, dass sie sich während der Dreharbeiten an der vielgeliebten Serie, die von 2012 bis 2017 lief, immer wieder auf unsicherem Terrain neben Driver befunden habe. Dessen „Wut ihn dazu bringen konnte zu spucken und Dinge zu werfen, stand im Verhältnis zur Intensität unserer kreativen Verbindung.“

Kein Kommentar von Driver

Ein Sprecher von Driver antwortete auf die Anfrage von ROLLING STONE zunächst nicht.

Dunham schildert eine Reihe von Vorfällen, die während der Dreharbeiten passierten – darunter einen früh in der ersten Staffel, als sie ihre erste Sexszene drehten. „Er warf mich hierhin und dorthin“, schreibt Dunham. „Fassungslos brachte ich keinen Ton heraus, unsicher, was gerade passiert war – hatte ich die Regie aus der Hand gegeben, die Szene entgleisen lassen, keine klaren Anweisungen gegeben? Würde man mich sofort von meinem Posten abziehen?“

„Nicht dass ich mich verletzt gefühlt hätte – und ich hätte es womöglich auch gar nicht gemerkt, denn in meinem Sexleben gab es wenig, das ich nicht zugelassen hatte, und das ohne jede Bezahlung“, schreibt sie weiter. „Aber ich hatte das Gefühl, dass sich etwas Intimes, Verwirrendes und Urmenschliches in einem Moment abgespielt hatte, den ich eigentlich hätte kontrollieren sollen.“

Stuhlwurf beim Proben

Bei einer anderen Gelegenheit, während einer Probe in ihrem Trailer, habe sie an ihren Zeilen gestolpert, woraufhin Driver angeblich ausgerastet sei: Er habe „einen Stuhl gegen die Wand neben mir geschleudert“ und geschrien: „SAG ENDLICH WAS … WACH AUF, VERDAMMT NOCHMAL … ICH HABS SATT, DIR BEIM STARREN ZUZUSEHEN.“

Obwohl Driver „aufbrausend und verbal aggressiv, herablassend und körperlich einschüchternd sein konnte“, schreibt Dunham, sei er auch „beschützend, ja sogar liebevoll“ gewesen – sie erinnert sich an eine Phase voller Angst und Anspannung, in der er sie aufgefangen habe.

Tief getroffen habe sie die Nachricht, dass Driver sich mit seiner heutigen Frau Joanne Tucker verlobt hatte. „Es war absurd, am Boden zu sein, geglaubt zu haben, ich würde ihm etwas bedeuten, irgendeine Rolle spielen jenseits einer Ablenkung“, schreibt Dunham. „Ich war seine Szenenpartnerin, klar – und wenn wir in einer Szene waren, war seine Aufmerksamkeit durchdringend, seine Präsenz alles beherrschend. Aber im Leben? Es würde nie ich sein, die ihn in Schach hält. Dafür fehlte mir das Rüstzeug. Nicht mal bei der Arbeit schaffte ich es, ausgerechnet dort, wo ich die Regeln hätte bestimmen sollen.“

Letzter Drehtag, letztes Wort

Nach dem Abdrehen ihrer gemeinsamen letzten Szene in der sechsten Staffel – in einem Brooklyner Diner, wo ihre Figuren unbeholfen Suppe löffelten – habe Driver ihr gesagt, er werde sie immer lieben. Seitdem hätten sie nicht mehr miteinander gesprochen.