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Integrationsbeauftragte schießt scharf gegen Xavier Naidoo – „brandgefährlich“


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Kopfschütteln über Xavier Naidoo: Der Sänger hat mit einem einminütigen Song, der seit Dienstag (10. März) im Netz zu finden ist, für heftige Reaktionen gesorgt. Mit Worten, die kaum einen anderen Schluss zulassen, als ginge es ihm um rassistische Ressentiments („Eure Töchter, eure Kinder sollen leiden, sollen sich mit Wölfen in der Sporthalle umkleiden“), gibt er all jenen Recht, die seit Jahren Kritik an ihm üben.

Nach einem wenig stichhaltigen Statement des 48-Jährigen reagierte inzwischen auch RTL und warf Naidoo aus der „DSDS“-Jury. Dennoch bekommt der Sänger auch prominente Unterstützung, unter anderem von Til Schweiger.

Während sich die Menschen derzeit unter den Social-Media-Posts von Xavier Naidoo die Finger wund schreiben – mit Ausschlägen in verschiedene Richtungen! – kommen eindeutige Worte aus der Politik.

„Zusammenhalt stärken“

Annette Widmann-Mauz (CDU), Staatsministerin und Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, kritisiert den Musiker für seinen Song: „Solch ein Video ist angesichts der derzeitigen Bedrohung durch Rechtsextremismus brandgefährlich.“

In ihrem Statement geht sie vor allem auch auf den rechtsextremistischen Anschlag von Hanau im Februar ein. „Nach Hanau gilt umso mehr: Jeder muss einen Beitrag leisten, gegen Rassismus aufstehen und den Zusammenhalt in unserem Land stärken, statt Menschen wegen ihrer Herkunft, Familiengeschichte, ihres Aussehens oder Religion pauschal abzuwerten“, so Widmann-Mauz.

Xavier Naidoo weist Rassismus-Vorwurf von sich

Naidoo hatte in seinem Statement, das er am Mittwoch (11. März) herausgab, davon gesprochen, er sei falsch interpretiert worden. Fremdenfeindlichkeit seien „ihm völlig fremd“, schreibt er.

Integrationsbeauftrage Annette Widmann-Mauz kann das nicht nachvollziehen: „Wenn Xavier Naidoo sagt, er sei falsch interpretiert worden, dann sollte er noch einmal für alle nachvollziehbar erklären: Was können Hörer hier falsch interpretieren?“


BTS über anti-asiatischen Rassismus: „Wir fühlen Trauer und Wut“

Am Dienstag (30. März) teilte die K-Pop-Band BTS ein Statement auf Twitter, in dem sie sich zu dem rassistisch motivierten Attentat in Atlanta äußerten und sich öffentlich mit der #StopAsianHate-Bewegung solidarisieren. So sprechen sie darin nicht nur den Hinterbliebenden der Opfer ihr Beileid aus, sondern berichten auch von ihren persönlichen Rassismus-Erfahrungen. „Wir senden unser tiefstes Mitgefühl all diejenigen, die ihre Liebsten verloren haben“, beginnen BTS ihre öffentliche Erklärung und fügen hinzu: „Wir fühlen Trauer und Wut.“ #StopAsianHate#StopAAPIHate pic.twitter.com/mOmttkOpOt — 방탄소년단 (@BTS_twt) March 30, 2021 „Du, ich und wir alle haben das Recht, respektiert zu werden“ Auch sie hätten schon mehrfach…
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