Highlight: Haben Sie die schon? 10 Schallplatten für die nächste Plattenjagd

25. Jubiläum von „Singles“: Boxset auf Vinyl und CD

Wenn es einen Film gibt, der die Grunge-Bewegung der frühen Neunziger eingefangen hat, dann ist das auf jeden Fall Richard Linklaters „Singles – gemeinsam einsam“. Nicht nur, weil Pearl Jam mit Gastauftritten tatsächlich in dem Streifen mitspielten, sondern vor allem auch wegen des Soundtracks, der grandiose Songs von großen Rock- und Grungebands versammelte, unter anderem von Musikern wie Chris Cornell, Alice in Chains, Mother Love Bone, Mudhoney und selbstverständlich von Pearl Jam.

Dieses Jahr werden sowohl der Film als auch sein Soundtrack 25 Jahre alt, was Sony Music offenbar mit einer Neuauflage des OST feiern will; zumindest findet sich auf der britischen Amazon-Seite bereits eine Vorbestell-Möglichkeit sowohl für eine Doppel-CD als auch für ein Drei-LP Box-Set des „Singles Soundtrack (Deluxe Edition)“.

Wird der VÖ-Termin diesmal eingehalten?

Beide Versionen enthalten die 13 Original-Songs des Soundtracks und dazu weitere 18 neue Lieder, unter anderem Demos und Instrumentals ­– sowie den Titel „Touch Me I’m Dick“ von Matt Dillions fiktiver Film-Band „Citizen Dick“, deren Mitglieder Eddie Vedder, Stone Gossard und Jeff Ament von Pearl Jam waren, und der eine Veralberung des Mudhoney-Stücks „Touch Me I’m Sick“ darstellt.

Der Score ist unter Fans deshalb auch so beliebt, weil sie viele der Songs zu den besten zählen, die die Künstler überhaupt herausgebracht haben. „Would?“, der größte Hit von Alice In Chains, war ursprünglich nur auf „Singles“ vertreten (wurde später „Dirt“hinzugefügt), „Drown“ der Pumpkins ist ein Live-Favorit; Chris Cornells „Seasons“ wird innig geliebt – und nicht selten werden Pearl-Jam-Gigs danach beurteilt, ob die Band mal wieder„Breath“ oder„State Of Love and Trust“ oder  gar beide in ihre Setlist integriert hat.

Als Veröffentlichungstermin für die CD ist der 17. Februar angegeben; allerdings wurde vor knapp zwei Jahren schon einmal eine Veröffentlichung für August 2016 angekündigt – welche offensichtlich nie stattgefunden hat.

Pearl Jam bei der Premierenparty von „Singles“ mit „State Of Love And Trust“

Tracklist der Doppel-CD:

CD 1:

  1. Alice in Chains – Would?
  2. Pearl Jam ­– Breath
  3. Chris Cornell – Seasons
  4. Paul Westerberg – Dyslexic Heart
  5. The Lovemongers – Battle of Evermore
  6. Mother Love Bone – Chloe Dancer / Crown of Thorns
  7. Soundgarden – Birth Ritual
  8. Pearl Jam – State of Love and Trust
  9. Mudhoney – Overblown
  10. Paul Westerberg – Waiting for Somebody
  11. Jimi Hendrix – May This Be Love
  12. Screaming Trees – Nearly Lost You
  13. The Smashing Pumpkins – Drown

CD 2:

  1. Citizen Dick – Touch me I’m Dick
  2. Chris Cornell – Nowhere But You
  3. Chris Cornell – Spoonman
  4. Chris Cornell – Flutter Girl
  5. Chris Cornell – Missing
  6. Alice in Chains – Would?
  7. Alice in Chains – It Ain’t Like That
  8. Soundgarden – Birth Ritual
  9. Paul Westerberg – Dyslexic Heart
  10. Paul Westerberg – Waiting for Somebody
  11. Mudhoney – Overblown
  12. Truly – Heart and Lungs
  13. Blood Circus – Six Foot Under
  14. Mike McCready – Singles Blues 1
  15. Paul Westerberg – Blue Heart
  16. Paul Westerberg – Lost in Emily’s Woods
  17. Chris Cornell – Ferry Boat #3
  18. Chris Cornell – Score Piece #4


Schon
Tickets?

Ennio Morricone findet Filmmusik von heute schrecklich

Der italienische Komponist Ennio Morricone glaubt, dass die Qualität der Filmmusik in den letzten Jahren erheblich gelitten hat. Das liege seiner Meinung nach vor allem daran, dass man Sparzwängen erlegen ist und das Geld lieber in andere Dinge pulvert (zum Beispiel in Werbung). „Früher gab man für Filmmusik Geld aus“, so der 90-Jährige. „Jetzt will man mithilfe der Synthesizer sparen, so ist Filmmusik oft arm, oder wenig interessant.“ Auch das ist ein Grund, warum Morricone in den letzten Jahren keine Lust mehr hatte, sich ans Pult zu setzen und für Filme Musik einzuspielen (mit Ausnahme von Quentin Tarantino). „Ich habe…
Weiterlesen
Zur Startseite