Wer war der kleine Junge in Bad Bunnys Super-Bowl-Show?

In Bad Bunnys Super-Bowl-Show sorgte ein Junge auf der Bühne für Spekulationen. Nun ist klar: Es war nicht Liam Ramos.

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Bad Bunny schrieb mit seiner Super-Bowl-Halbzeitshow Geschichte: Zum ersten Mal war eine solche Performance überwiegend auf Spanisch. Die Show steckte voller Anspielungen und stolzer Hommagen an die puerto-ricanische Kultur, ergänzt durch eine lange Liste besonderer Gäste und Mitwirkender.

Lady Gaga und Ricky Martin sangen mehrere Songs mit ihm, während Stars wie Karol G und Cardi B gemeinsam mit ihm im kleinen rosafarbenen Haus auf der Bühne auftauchten, das als „la casita“ bekannt ist.

Während Fans jedes Detail der Show nach möglichen Easter Eggs absuchten, konzentrierte sich viel Aufmerksamkeit auf einen Moment, in dem Bad Bunny seinen Grammy an einen kleinen Jungen auf der Bühne übergab. Dies war offenbar eine Anspielung auf den historischen Grammy für das Album des Jahres, den Bad Bunny erst in der Woche zuvor gewonnen hatte.

Spekulationen in sozialen Medien

In den sozialen Medien begann daraufhin schnell die Spekulation, bei dem Jungen handele es sich um Liam Ramos, den fünfjährigen Jungen, der im Januar in Columbia Heights, Minnesota, auf dem Heimweg von der Schule von der Einwanderungsbehörde ICE festgenommen worden war.

Ein Sprecher von Bad Bunny bestätigte jedoch, dass es sich bei dem Jungen nicht um Ramos handelte. Andere Nutzerinnen und Nutzer in den sozialen Medien identifizierten den Jungen rasch als das Kindermodel Lincoln Fox. Dieser veröffentlichte später einen Clip des Moments und schrieb dazu: „Ich werde diesen Tag für immer in Erinnerung behalten.“

Hintergrund zu Liam Ramos

Liam Ramos und sein Vater Adrian Conejo Arias hatten beide in den Vereinigten Staaten Asyl beantragt, ihre Anträge waren noch anhängig, wie aus Berichten hervorgeht. Beide wurden von ICE festgenommen und in eine Einrichtung gebracht. Berichten zufolge soll Ramos während der Zeit in Gewahrsam krank gewesen sein. Er und sein Vater wurden am 1. Februar wieder freigelassen.

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Bad Bunnys Haltung zu ICE

Bad Bunny hat sich in der Vergangenheit deutlich zu seiner Haltung gegenüber ICE geäußert. Als er in der vergangenen Woche den Grammy für das beste Música-Urbana-Album entgegennahm, begann er seine Dankesrede mit den Worten: „Bevor ich sage: ‚Gott sei Dank‘, sage ich: ‚ICE raus … Wir sind keine Wilden. Wir sind keine Tiere. Und wir sind keine Außerirdischen. Wir sind Menschen und wir sind Amerikaner.‘“

Beim Super Bowl nahm er keine direkten Bezugnahmen auf ICE vor. Gegen Ende seines Auftritts rief er jedoch: „God bless America!“ und schickte anschließend Grüße an jedes einzelne Land in Lateinamerika.

Julyssa Lopez schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil