Anne Hathaway war viele Jahre auf einem Auge fast blind
Bei dem Dreh für viele Hollywood-Blockbuster hatte die Schauspielerin nur wenig Durchblick. Dass es nun besser ist, scheint fast ein Wunder zu sein.
Anne Hathaway kämpfte fast zehn Jahre lang mit einer vor der Öffentlichkeit geheim gehaltenen Erkrankung, die es ihr unmöglich machte, auf dem linken Auge klar zu sehen.
Bei einem Auftritt im Podcast „Popcast“ der „New York Times“ verriet der „Der Teufel trägt Prada 2“-Star, dass sie aufgrund eines früh einsetzenden Grauen Stars während ihren Dreißigern auf dem einen Auge „fast blind“ war. „Es beeinträchtigte mein Sehvermögen so sehr, dass ich auf meinem linken Auge praktisch blind war und mich schließlich operieren lassen musste“, erzählte die 43-Jährige. „Mir war gar nicht klar, wie schlimm es geworden war, bis ich endlich das gesamte Farbspektrum wieder sehen konnte.“
Die Sehbehinderung hatte auch psychische Folgen, die Hathaway lange nicht wahrnehmen wollte. „Seitdem bin ich ruhiger geworden“, erklärte die Schauspielerin. „Mir war nicht bewusst, dass es mein Nervensystem tatsächlich belastete.“
Lebensverändernde OP für Anne Hathaway
Das wieder korrigierte Sehvermögen nach der Operation bezeichnete Hathaway in dem Podcastgespräch als „Wunder“. „Ich schätze mein Sehvermögen sehr, denn ich habe buchstäblich jeden Tag das bewusste Gefühl aufzuwachen und so sehen zu können, wie ich sehe“, so die Schauspielerin. „Ich denke mir häufig, dass ich noch vor zwei Generationen keine Chance auf Besserung gehabt hätte.“
Für Menschen mit Grauem Star ist das Sehen durch trübe Linsen oft so, als würde man durch ein vereistes oder beschlagenes Fenster schauen. Durch die Sehstörung können Lesen, Autofahren bei Nacht oder das Erkennen des Gesichtsausdrucks eines Freundes stark erschwert werden.
Anne Hathaway sprach auch deshalb über die lebensverändernde Operation, weil ihr immer wieder vorgeworfen wird, sich einer Schönheitsoperation unterworfen zu haben. Die Oscar-Preristrägerin wies dies aber scharf von sich. In dem Podcast-Gespräch sagte sie dazu nüchtern: „Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen ihre Überzeugungen sehr selbstbewusst vorbringen, und manchmal ist das, was sie denken, richtig, und manchmal auch nicht.“