Mutmaßliche Stalkerin von Lindsey Buckingham soll psychiatrisch untersucht werden – Strafverfahren ausgesetzt

Michelle Dick erschien vor Gericht, nachdem ihr Pflichtverteidiger eine psychiatrische Begutachtung beantragt hatte.

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Eine Frau, die wegen des Stalkings des Fleetwood-Mac-Gitarristen Lindsey Buckingham angeklagt ist, muss sich einer psychiatrischen Untersuchung durch eine klinische Psychologin unterziehen. Diese soll in einem Gutachten beurteilen, ob die Angeklagte verhandlungsfähig ist – so entschied ein Richter am Dienstag.

Michelle Dick, 55, erschien vor Gericht, als ihr Pflichtverteidiger beantragte, Dr. Karine Shakib-Beltran die Untersuchung von Dick in Untersuchungshaft zu gestatten und ihr Zugang zu Dicks vertraulicher Krankengeschichte zu gewähren. Ziel ist es festzustellen, ob Dick die im April gegen sie erhobenen Vorwürfe versteht. Die Staatsanwaltschaft hat sie wegen sechs Vergehen und einer Ordnungswidrigkeit angeklagt: Sie soll Buckingham mit einem Fahrzeug attackiert, eine nicht identifizierte Substanz auf ihn geworfen und ihn über Jahre hinweg gestalkt haben.

Richter Robert S. Harrison vom Gericht für psychische Gesundheit des Los Angeles County gab dem Antrag der Verteidigung statt und bestellte Dr. Shakib-Beltran zur Gutachterin – nachdem Dicks Fall bereits im vergangenen Monat ausgesetzt worden war, als ein anderer Pflichtverteidiger Zweifel an Dicks Fähigkeit geäußert hatte, an ihrer eigenen Verteidigung mitzuwirken. Ein Folgetermin ist für den 6. August angesetzt.

Festnahme in Indiana

Dick wurde im April in Indiana festgenommen, nachdem sie den bekannten Musiker am 25. März in Santa Monica konfrontiert haben soll – trotz einer einstweiligen Verfügung, die jeglichen Kontakt untersagte. Diese Verfügung war aufgrund eines mutmaßlichen Musters von Belästigungen erlassen worden.

Dick plädierte am 6. Mai auf nicht schuldig, nachdem die Behörden sie nach Kalifornien zurückgebracht hatten. In einer überarbeiteten Anklageschrift wirft die Staatsanwaltschaft Dick vor, Buckingham zwischen dem 9. Oktober 2021 und dem 25. März 2026 wiederholt verfolgt und unerwünschten Kontakt zu ihm gesucht zu haben.

Laut Anklage soll Dick Buckingham am 19. März mit einem Fahrzeug angegriffen haben. Außerdem soll sie am selben Tag seinen Mercedes-Benz S450 beschädigt haben, indem sie das Luxusauto „mit Graffiti und anderen eingeritzten Inhalten“ verunstaltete.

Substanz auf Buckingham geworfen

Bei dem mutmaßlichen Vorfall am 25. März soll Dick Buckingham bis zu seinem Aufenthaltsort in Santa Monica verfolgt und eine Substanz auf den 76-Jährigen geworfen haben, bevor sie flüchtete. Eine mit dem Fall vertraute Person aus Ermittlerkreisen sagte ROLLING STONE, es sei zunächst unklar gewesen, ob es sich um eine ätzende Substanz handelte. Buckingham blieb unverletzt.

Dick ist außerdem wegen einer weiteren Straftat angeklagt: Sie soll am 20. Dezember 2024 eine Drohung gegen Buckingham ausgesprochen haben. Rund einen Monat zuvor hatte Buckingham eine einstweilige Verfügung gegen Dick beantragt, in der er ihr vorwarf, im November 2024 einen sogenannten Swatting-Angriff auf sein Haus veranlasst zu haben. Laut Gerichtsunterlagen soll Dick den Notruf gewählt und fälschlicherweise gemeldet haben, Buckinghams Sohn sei suizidgefährdet und es seien Schüsse auf das Familienanwesen in Brentwood gefallen – woraufhin ein Großaufgebot der Polizei ausrückte.

„Als ich die Tür öffnete, wurde ich in Handschellen gelegt und aufgefordert, nach draußen zu treten“, schrieb Buckingham in einer Erklärung an das Gericht, die ROLLING STONE vorliegt. „Nachdem die Polizei 20 Minuten lang mein Haus durchsucht hatte … durfte ich wieder hinein – erschüttert und verängstigt.“

Wahnhafte Behauptungen über Buckingham

Ein LAPD-Ermittler kontaktierte Dick anschließend über dieselbe Nummer und soll dabei ein Geständnis erhalten haben, dass sie den Anruf getätigt hatte – so die Gerichtsunterlagen. Buckingham gibt an, die Belästigungen hätten 2021 mit wiederholten Anrufen, Drohungen und wahnhaften Behauptungen begonnen, er sei Dicks Vater. Außerdem beschuldigte er Dick, seine Familie ins Visier genommen und vor seinen Häusern in Los Angeles aufgetaucht zu sein.

Ein Richter erließ die einstweilige Verfügung im Dezember 2024 und verpflichtete Dick, fünf Jahre lang einen Mindestabstand von 100 Yards zu Buckingham, seiner Frau und seinem Sohn einzuhalten. Sie durfte sich auch ihren Wohnhäusern und Fahrzeugen nicht nähern und keinerlei Kontakt zu ihnen aufnehmen.

Buckingham schilderte dem Gericht, dass Dick ihr Auto vor einem der Häuser geparkt habe, das er mit seiner Frau bewohnte. Die Polizei habe Dick von der Adresse aus verfolgt, sie später angehalten und befragt – die Unterhaltung wurde von einer Körperkamera aufgezeichnet, so die Unterlagen.

Drohungen gegen die Familie

„Sie begann, zusammenhangslos davon zu reden, dass ich ihr Vater sei und sie als Kind erstickt hätte“, schrieb Buckingham. Spätere Drohungen auf Instagram hätten sich gegen seine Frau gerichtet. „Dieser Vorfall hat meine Frau zutiefst erschreckt, weil sie um ihre Sicherheit fürchtete. Da Ms. Dick auch meine Heimadresse kennt, bin ich ebenfalls in großer Sorge“, schrieb er. (Ein Sprecher Buckinghams reagierte nicht auf die Anfrage von ROLLING STONE.)

Buckingham stieß 1974 gemeinsam mit Stevie Nicks zu Fleetwood Mac – die beiden hatten zuvor als Folk-Rock-Duo Buckingham Nicks zusammengearbeitet. Er schrieb und sang viele der bekanntesten Songs der Band, darunter „Go Your Own Way“. 2018 verließ Buckingham die Band nach einem mutmaßlichen Streit über den Zeitplan einer Welttournee.

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