England gegen Norwegen: Wo geht’s nach dem Konzert schnell zum Public Viewing?
Am Samstag steigt das WM-Viertelfinale England gegen Norwegen – parallel spielen Die Toten Hosen und The Cure in Berlin. So verpasst du trotzdem kein Tor.
Obwohl Deutschland souverän aus der WM ausgeschieden ist, lässt einen die Absurdität dieser WM nicht los. Trump versucht vergebens, die USA im Spiel zu halten, und Infantino erfindet gefühlt neue Regeln nach Lust und Laune. Doch vielleicht gerade deshalb ist es eine WM, die man weniger als sportliches denn als popkulturelles Großereignis sehen möchte. Neben dem ganzen politischen Machtgehabe blitzt bei den Spielpaarungen aber auch die Fußballfreude wieder auf.
Eine der besonderen Viertelfinalpaarungen ist England gegen Norwegen. Während Haaland immer mehr zum wandelnden Meme wird und mehr Aurapunkte sammelt als Zlatan Ibrahimović, könnte ausgerechnet ein Deutscher die Engländer zum WM-Titel führen. Schwierig nur, wenn man an dem Tag ein Konzertticket gebucht hat. Denn ausgerechnet am Samstag, dem 11. Juli, spielen zwei bekennende Englandfans auf den großen Bühnen Berlins: Die Toten Hosen mit Campino im Olympiastadion und The Cure rund um Robert Smith in der Wuhlheide. Campino ist Halb-Brite, Smith Vollbrite. Doch wie kommt man nach Konzertschluss möglichst schnell zu einer Spielübertragung?
Backstage
Wer sich Sorgen macht, dass das Konzert zur Halbzeit unterbrochen wird, weil Kane und Haaland ein Torschützenfest abfeuern, kann erstmal beruhigt aufatmen. Denn das Viertelfinalspiel wird ziemlich genau zu Konzertschluss um 23:00 Uhr angepfiffen. Das ist zwar genug Zeit für die performenden Künstler, um in den Backstage-Bereich zu gehen und die Übertragung zu starten – nur leider nicht für Fußballfans, die sich in der Front Row der Konzerte positioniert haben. Daher stellen sich jetzt viele die Frage: Wo ist der nächste Pub oder das nächste Handy, das die Wikinger gegen die Löwen überträgt?
Die Wuhlheide
Das Hauptproblem beim The-Cure-Konzert: Es liegt mitten im Park. Um von dort zum nächsten Fernseher zu kommen, müsste man schon eher von Fluchtwegen sprechen. Eine realistische Fluchtrichtung könnte nach Schöneweide führen. Dort kann man mit der S3 oder Sonderbussen an der Brückenstraße in einer Sportsbar namens „Kick Inn“ Zuflucht finden. Alternativ geht es Richtung Köpenick in das „J&M“ One an der Müggelheimer Straße. Die klassischen Union-Berlin-Kneipen in der Gegend wie die „Abseitsfalle“ schließen regulär um 22:00 Uhr und fallen damit raus.
Das Olympiastadion
Deutlich komfortabler aufgestellt ist hingegen das Toten-Hosen-Konzert. Während die Konzertmasse Richtung U2 strömt, können auf der Strecke ebenfalls mehrere Optionen gefunden werden: die „Westend-Klause“ an der Reichsstraße und die „Westend Pinte“ am Theodor-Heuss-Platz. Wer es bis nach Charlottenburg schafft, kann bei „Birgit’s Pub“ einkehren. Vom Ausgang Olympiastadion bis zum ersten Bier mit Bild sind es also realistisch 15–20 Minuten – von der Wuhlheide eher 25–35, je nachdem, wie schnell man aus dem Wald entfliehen kann. Ansonsten bleibt natürlich noch das Handy bis zum sicheren Zuhause.