Was hat Taylor Swifts Hochzeit mit Travis Kelce gekostet?

Vom Sicherheitsdienst bis zu den Blumen: Was das Powerpaar für die Hochzeit des Jahrhunderts ausgegeben haben könnte.

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Taylor Swift und Travis Kelce haben ihre Hochzeit mit einer rauschenden Party im Madison Square Garden gefeiert. Neuen Details zufolge umfasste das exklusive Event 1.000 Gäste, prominente Musikauftritte, hochkarätige Preise – und sogar mit Kaviar garnierte Chicken Nuggets. Das Powerpaar hat offensichtlich keine Kosten gescheut, um seine Liebesgeschichte zu feiern. Was hat die Hochzeit des Jahrhunderts also wirklich gekostet?

Eine verlässliche Schätzung ist schwierig, solange es keine konkreten Bilder aus dem Inneren der Arena gibt und keine offiziellen Zahlen veröffentlicht wurden. Lindsay Landman, Luxus-Eventplanerin mit über 20 Jahren Branchenerfahrung, geht von einem Gesamtbetrag zwischen 20 und 25 Millionen Dollar aus. Weder Swift noch Kelce haben diese Schätzungen bestätigt. Bemerkenswert: Kurz vor der Trauung spendete das Paar 26 Millionen Dollar an 20 gemeinnützige Organisationen in den USA.

„Angesichts des Status, den sie erreicht hat, war Sicherheit die Priorität Nummer eins bei ihrer Hochzeit“, sagt Tracy Taylor Ward, Creative Director und Inhaberin der Luxus-Eventplanungsfirma Tracy Taylor Ward Design. „Wäre sie nicht auf diesem Level in ihrer Karriere und hätte sie an einem Ort heiraten können, der nicht so viel Sicherheitsaufwand erfordert, wären die Kosten deutlich geringer gewesen.“

Was die einzelnen Posten kosten

Sicherheit und Ewigkeit lassen sich nicht mit Geld aufwiegen – aber hier ist eine Aufschlüsselung, was die wichtigsten Elemente der Hochzeit möglicherweise gekostet haben, um auf eine achtstellige Summe zu kommen.

Die Location: 600.000 bis 1,2 Millionen Dollar

Beginnen wir mit der vieldiskutierten Location: dem Madison Square Garden in New York. Alle rätseln, wie viel es kostet, eine der ikonischsten Arenen der Welt zu mieten. Laut „TMZ“ liegt die Miete für das gesamte Gelände bei einer Million Dollar pro Nacht; die „New York Times“ nennt eine breitere Spanne von 600.000 bis 800.000 Dollar und beruft sich dabei auf „Brancheninsider mit Erfahrung bei Veranstaltungen in dieser Location“. Eine weitere Quelle sagte der „Times“, für zwei Tage im Garden würde man „irgendwo zwischen 1,2 und 1,6 Millionen Dollar“ zahlen.

Landman schätzt, dass die Anmietung des MSG für drei oder vier Tage auf unter zehn Millionen Dollar käme. „Alle denken nur an die Arena selbst, aber darin befinden sich viele verschiedene Veranstaltungsorte und Bereiche“, sagt sie. „Wenn man das Ganze komplett bucht, muss man neben der Arena auch die Theater, die Restaurants und die Konzessionsstände mieten.“ Landman weist außerdem darauf hin, dass die Gewerkschaftsarbeit den Preis beeinflusst: „Alle Arbeitskräfte müssen von der Veranstaltung eingekauft und vergütet werden – selbst wenn man sie nicht einsetzt, muss man für die Arbeit bezahlen, die angefallen wäre, wenn dieser Bereich genutzt worden wäre.“

Diesen Richtwerten zufolge könnten Swift und Kelce zwischen einer halben und zwei Millionen Dollar für die Raummiete ausgegeben haben – ohne die Genehmigungskosten für die Sperrung umliegender Straßen. Die Genehmigung schlägt laut TMZ mit rund 60.000 Dollar zu Buche, die „NYT“ spricht von 132.000 Dollar.

Das Kleid: 100.000 bis 500.000 Dollar

Die ganze Welt wartet darauf, dass Swift endlich ihr Hochzeitskleid zeigt. Ohne ein tatsächliches Foto des Kleides und seines Designs lässt sich der Wert nur schwer einschätzen. Wie ein Swift-Sprecher gegenüber ROLLING STONE mitteilte, wurde das Kleid von Jonathan Anderson für Christian Dior Haute Couture entworfen – „in enger Zusammenarbeit mit der Braut“. Es ist sein „erstes Couture-Hochzeitskleid für eine weltberühmte Persönlichkeit“. Das Luxuslabel präsentierte Andersons neueste Couture-Entwürfe am Montag in Paris; ein Dior-Sprecher „versprach, dass alles zu gegebener Zeit enthüllt werde – sobald Swift selbst die ersten Bilder auf ihrem Instagram veröffentlicht“, wie die „Times“ berichtet.

Anderson hat in der Vergangenheit zwei Couture-Hochzeitskleider entworfen, für das Model Ming Xi und die brasilianische Influencerin Elisa Zarzur. Quellen, die mit Andersons Arbeit und der Marke Dior vertraut sind, schätzen den Wert des Kleides auf 100.000 bis 500.000 Dollar – wobei Swift möglicherweise weit weniger als den Schätzwert bezahlt hat. „Ich kann mir gut vorstellen, dass Christian Dior diesen bedeutenden Moment mit ihr teilen wollte und das Kleid als Geschenk angeboten oder ihr einen sehr guten Preis gemacht hat, weil sie eine enge Freundschaft verbindet und sie ständig Stücke der Marke trägt“, sagt Ward.

Zum Vergleich: Ein königliches Hochzeitskleid aus dem Jahr 2004 schlug mit 13,7 Millionen Dollar zu Buche, während Serena Williams eines der teuersten Promi-Hochzeitskleider aller Zeiten trug – ein von Sarah Burton entworfenes Alexander-McQueen-Kleid mit Cape im Wert von 3,5 Millionen Dollar.

Der Anzug: 6.000 bis 10.000 Dollar

Genau wie Swift trug auch Kelce ein Haute-Couture-Ensemble von Christian Dior, entworfen von Anderson. Laut der Dior-Website liegt das obere Ende der Konfektionsanzüge bei knapp 6.000 Dollar. Ein maßgefertigter Anzug käme teurer, aber ohne genaue Angaben zum Design lässt sich kaum sagen, um wie viel.

Die Schuhe: Rund 3.000 Dollar

Swift sang einst „if the shoe fits, walk it in everywhere you go“ – und lebte diese Zeile an ihrem großen Tag offensichtlich in vollen Zügen. Beide, der Popstar und der NFL-Star, trugen maßgefertigte Christian Louboutins. Swift hat ihre eigene Geschichte mit der Marke: Für die „Eras“-Tour trug sie 2023 gleich mehrere Paar maßgefertigte Rote-Sohlen-Schuhe. Damenpumps der Marke kosten im regulären Verkauf rund 1.000 Dollar, Herrenschuhe etwa 1.250 Dollar. Für ein maßgefertigtes Paar steigt der Preis je nach Design – schätzen wir also grob 3.000 Dollar für beide Paare zusammen.

Das Licht: 350.000 bis 1 Million Dollar

Ward schätzt, dass Beleuchtung und Produktion der Hochzeit im Bereich „hoher sechsstelliger bis siebenstelliger Summen“ lagen.

„Der Hauptgrund, warum Beleuchtung im Madison Square Garden so teuer ist, liegt darin, dass man so viel davon braucht und so viel Equipment nötig ist“, sagt sie – und bestätigt damit den Punkt, den Landman bereits bezüglich der Arbeitskosten angesprochen hatte. Landman veranschlagt ein Minimum von 350.000 Dollar für die Beleuchtung. „Meine Schätzung basiert auf der Größe des Raums und dem Aufwand, den es braucht, ihn zu verwandeln“, erklärt Landman. „Ich wäre überrascht, wenn sie weniger als eine halbe Million ausgegeben hätten – und das wäre noch getrennt von der Bühnenbeleuchtung für die Auftritte“, fügt sie hinzu und bezieht sich damit auf die Performances von Paul McCartney und Stevie Nicks.

Die Dekoration: 500.000 bis 1 Million Dollar

Allem Anschein nach haben Swift und Kelce den MSG komplett verwandelt, um eine intime Atmosphäre zu schaffen, die an einen echten Garten erinnert – kein leichtes und erst recht kein billiges Unterfangen. Sowohl Ward als auch Landman schätzen, dass das Paar rund eine Million Dollar für die Dekoration ausgegeben hat. „Wenn man eine so weitläufige Location wie den Madison Square Garden wählt und den Raum so gestalten muss, dass er sich intim und weich anfühlt und nicht wie eine riesige Arena, dann entstehen genau dort die Kosten“, sagt Ward. Zu den Elementen zählen Vorhänge und Holzkonstruktionen, während Blumen laut den Luxus-Eventplanerinnen als eigener Posten berechnet werden.

Fotos der Blumenpracht wurden bislang nicht veröffentlicht, aber Landman schätzt allein dafür eine Million Dollar ein. Rachel Wayne, Gründerin des New Yorker Blumenateliers Blxxm, sagt: „Ich bin sicher, dass sie mindestens 500.000 bis eine Million Dollar ausgegeben hat. Ich würde es ihr wünschen – für einen so großen Raum braucht man das.“

Das Essen: Rund 2 Millionen Dollar

Last, but not least: das Essen. Einigen Gästen zufolge gab es kein formelles Hochzeitsdinner, sondern Food Stations mit verspielten Häppchen wie Chicken Nuggets mit Kaviar. „Ich würde davon ausgehen, dass sie zwischen 1.000 und 2.000 Dollar pro Person für Speisen und Getränke ausgegeben hat“, sagt Ward – und ergänzt: „Es könnte aber auch deutlich mehr gewesen sein, wenn sie Spezialitäten importiert oder Dinge aus Rhode Island einfliegen ließ, die ihr am Herzen lagen und für sie eine besondere Bedeutung hatten.“ „Us Weekly“ berichtete, das Paar habe für die Hochzeit eine Late-Night-Pizzabestellung beim lokalen Lokal Mama’s TOO! aufgegeben. Falls das stimmt, würde das den Essens-Gesamtbetrag um rund 3.000 Dollar erhöhen.

Das Fazit

Alles in allem ergibt eine möglicherweise achtstellige Gesamtsumme für das gesamte Event durchaus Sinn – zumal so viele einzelne Posten bereits in die Millionen gehen. Die schwindelerregenden Preisschilder klingen zweifellos absurd. Doch in der Welt der Luxushochzeiten ist das gar nicht so außergewöhnlich – zumindest nicht für jene, die in dieser Welt zu Hause sind.

„Es gibt jede Woche Dutzende von Hochzeiten im Millionenbereich in New York und auf der ganzen Welt“, sagt Landman. „Das klingt alles völlig wahnsinnig, aber das ist buchstäblich das, was ich jeden einzelnen Tag tue.“

Maya Georgi schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil

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