Gossip: Abba-Auftritt bei Fußball-WM in Katar im Gespräch


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Mit ihrem „Voyage“-Comeback haben Abba sogleich bekannt gegeben, dass sie nie mehr auf der Bühne stehen werden – ganz im Gegensatz zu ihren verjüngten „Abbataren“, den digitalen Nachbildungen, die ab Mai 2022 eine Konzertreihe in London bestreiten werden. Die vier Musiker sind über 70 Jahre alt, sie wollen, dass die Welt sie als performende Künstler so in Erinnerung behält, wie sie als junge Menschen aussahen.

Nun wird berichtet, dass Abba (sowie Lady Gaga, Andrea Bocelli und Aerosmith) bei der Fußball-WM 2022 in Katar auftreten könnten, bei der Eröffnungs- oder Abschlussfeier. Darüber spekuliert das britische Klatschblatt „The Sun“.  Nun ist die „Abbatar“–Show in England derart aufwendig, dass dafür ein eigenes Theater gebaut werden musste. Falls die digitalen Kopien von Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid also nicht irgendwie in den Wüstenstaat transportiert werden, wird so ein Gig schwierig. Wie die „Sun“ mutmaßt, seien die Auftritte der vier Acts möglich bis wahrscheinlich, weil deren Plattenfirma eine Partnerschaft mit der FIFA habe, die das Turnier ausrichtet.

Katar ist als WM-Gastgeber höchst umstritten. Es gibt viele Stimmen, die sich gegen Auftritte bei der Feier, auch für einen generellen Turnier-Boykott der Mannschaften aussprechen. Die Vereinten Nationen schätzen die Arbeits- und Lebenssituation von Arbeitsmigranten als teilweise menschenunwürdig ein. „Bei vielen Einwanderern werden an ihren Arbeitsplätzen die Menschenrechte verletzt, manche erhalten ihren Lohn nicht, oder ihnen wird weniger gezahlt als vereinbart“, sagte der UN-Sonderberichterstatter für die Rechte von Migranten. Auch die NGO Freedom House schätzt den Katar grundsätzlich als nicht frei ein. Amnesty International listet zahlreiche Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierungen auf, die in Katar allein im Berichtsjahr 2010 begangen wurden.