ABBA jagen „böswillige“ Cover-Band mit allen juristischen Mitteln


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ABBA haben die britische Cover-Band Abba Mania verklagt. In einer Mitteilung bezeichnete die schwedische Gruppe das Verhalten der Band am vergangenen Freitag (03. Dezember) als „parasitär und böswillig“ und behauptete, die Musiker führen die Fans absichtlich in die Irre, damit sie glauben, sie würden von der Originalband unterstützt.

In der Markenschutzklage wird laut „Billboard“ angeführt, dass Abba Mania mehrfach die Begriffe „offiziell“ und „Original“ auf Webseiten und in Beiträgen in den sozialen Medien verwendet hätten. Auch weitere Materialien deuteten eine offiziellen Unterstützung aus Schweden an.

Das erwecke laut Klage bei den Verbrauchern den Eindruck, „dass es eine Art von Verbindung, Zugehörigkeit oder Sponsoring zwischen ABBA und Mania gibt“.

Hätten Abba Mania nur den Namen geändert…

ABBA hatten der Tribute-Gruppe zuvor in Aussicht gestellt, den juristischen Konflikt zu vermeiden, in dem sie ihren Namen ändern und damit deutlich hervorheben, nichts mit ABBA zu tun zu haben. Konkret hätte dies dazu führen müssen, dass die Briten das Wort ABBA aus ihrem Namen streichen. Doch die Band weigerte sich, weswegen ABBA nun klagen.

Abba Mania, eine von vielen Cover-Bands, die mit ABBA-Songs um die Welt reisen und live auftreten, gibt es seit 2000. Fast alle Tribute-Formationen versuchen eine Verwechslung mit dem Original schon mit dem Bandnamen zu vermeiden. Einige nutzen so Anspielungen auf Song- oder Albentitel, etwa Dancing Dream.

ABBA sind seit ihrem Comeback mit „Voyage“, dem ersten Album seit vier Jahrzehnten, wieder in aller Munde. Im kommenden Jahr werden die Musiker mit ihrer Digital-Show eine weitere Nostalgielücke eigenständig schließen, die zahlreiche Cover-Gruppen zuvor bedienten.