AC/DC: Brian Johnson über seinen „Skull Receiver“ und Tourpläne


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Es war ein großer Schock für AC/DC-Fans, als die Band 2016 verkündete, die „Rock Or Bust“-Tour ohne Sänger Brian Johnson fortzusetzen. Der Grund dafür waren schwerwiegende Hörprobleme bei Johnson, die die Band veranlassten,  Guns-N‘-Roses-Sänger Axl Rose als Ersatz für Johnson zu engagieren.

Im Zuge der baldigen Veröffentlichung des neuen AC/DC-Albums „PRW UP“ sprachen Johnson und Gitarrist Angus Young exklusiv mit dem US-amerikanischen ROLLING STONE über diese schwere Zeit – und wie man die Situation doch noch lösen konnte.

Schwere Hörprobleme

„Es war ziemlich heftig“, erzählt Johnson. „Ich konnte die Gitarren nicht hören. Es war eine schreckliche Art von Taubheit“. Er habe sich auf der Bühne immer schlechter gefühlt, da er sich bei seinen Einsätzen nicht mehr auf sein eigenes Gehör verlassen konnte. Über seine Erkrankung selbst verrät Johnson sonst zwar nicht viel – beschreibt aber, wie eine spezielle Therapie seine Rückkehr in die Band ermöglichte. Es sei ein namentlich nicht genannter Hörexperte gewesen, der an Johnson eine experimentelle Therapie durchgeführt habe. Drei Jahre lang kam es einmal pro Monat kam es zum Treffen zwischen Johnson und dem Therapeuten. Gemeinsam versuchten die beiden, eine Lösung zu finden.

Die Lösung: der „Skull Receiver“

„Als er das erste Mal herunterkam, brachte er dieses Ding mit, das aussah wie eine Autobatterie“, erklärt Johnson. „Ich fragte: ‚Was zum Teufel ist das?‘ Er sagte: ‚Wir werden es miniaturisieren.‘ Es dauerte zweieinhalb Jahre. Er kam einmal im Monat herunter. Wir saßen da und es war scheißlangweilig mit all diesen Kabeln und Computerbildschirmen und Geräuschen. Aber es hat sich gelohnt. Das Einzige, was ich Ihnen sagen kann, ist, dass es die Knochenstruktur im Schädel („Skull Receiver“) als Empfänger benutzt. Das ist alles, was ich Ihnen sagen kann.“ Die Therapie schlug an – und Johnson konnte wieder singen. „Wir bekamen Updates, wie es ihm damit geht“, erzählt Angus Young von der Therapie seines Bandkollegen. „Es war sehr gut. Ich weiß, was für ein großer Teil seines Lebens das für Brian ist. Uns geht es da genauso“. Johnson sei Gefahr gelaufen, endgültig sein Gehör zu verlieren – deshalb habe man ihn auf der Tour zu „Rock Or Bust“ ersetzen müssen.

Tour geplant – dann kam Corona

Zu „PWR/UP“ sei sogar eine kleine Tour geplant gewesen, erklärt Johnson. Man habe sich entschieden, vorsichtig vorzugehen, um sein Gehör nicht zu überlasten. „Wir dachten, ‚Wäre es nicht lustig, mit ein paar kleinen Shows anzufangen?'“, erzählt Johnson. „Weiter ist es nicht gekommen“. Kurz darauf machte der weltweite Ausbruch von COVID-19 diese Pläne zunichte: „Wir flogen [nach diesem Treffen] nach Hause, und zwei Tage später war die Kacke am Dampfen. Erst waren es China und Europa, und dann verbreitete sich die Scheiße wie ein Lauffeuer. Es schien einfach nicht möglich zu sein“. Die Band hofft indes, nach dem Ende der Pandemie wieder auf Tour gehen zu können.


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