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Weitere Frau verklagt Marilyn Manson wegen sexuellen Missbrauchs


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Marilyn Manson kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen: Nach mehreren schweren Missbrauchsanschuldigungen und mindestens einer bekannt gewordenen Klage prozessiert nun ein weiteres mutmaßliches Opfer gegen den Sänger.

Wie die Nachrichtenagebtur AFP erfuhr, wirft eine anonym bleiben wollende Frau Manson vor, sie vergewaltigt und wiederholt sexuell missbraucht zu haben. Dazu gehörte nach ihren Angaben auch, dass der Musiker ihr ein Video gezeigt haben soll, in dem eine Anhängerin Erniedrigungen ertragen musste, während sie gefesselt auf einem Stuhl saß.

Marilyn Manson streitet erneut alles ab

Wie auch schon in den anderen Fällen – unter anderem hatte die Schauspielerin Esmé Bianco Vergewaltigungs- und Missbrauchsvorwürfe gegen Manson erhoben – ließ der Musiker über seine Anwälte mitteilen, dass die Vorwürfe nicht der Wahrheit entsprächen.

Dabei gingen seine Vertreter auch konkret auf das Video ein, von dem in der Anklage die Rede ist. Dieses sei laut Manson ein Kurzfilm gewesen, der nicht veröffentlicht worden sei und stellte demnach keine tatsächliche, sondern lediglich eine gespielte Missbrauchshandlung dar.

Seit Anfang Februar, nachdem „Westworld“-Star Rachel Evan Wood mit drastischen Beschreibungen ihren mutmaßlichen Missbrauch durch den Musiker öffentlich machte, kommen immer weitere Anschuldigungen von mehreren Personen dazu. Zuletzt wurde bekannt, dass Manson eine Kamerafrau während eines Konzerts bespuckt haben soll.

Im Fall der Bezichtigungen wegen schweren sexuellen Missbrauchs gleichen sich die Aussagen der mutmaßlichen Opfer zu einem großen Teil. Der Sänger ließ jeweils über seine Anwälte mitteilen, dass es sich bei den vorgeworfenen Missbräuchen stets um einverständliche sexuelle Handlungen gehandelt habe. Aufgrund der zahlreichen Vorwürfe hatte sich schon vor einigen Wochen Mansons Plattenfirma von ihm getrennt.


Harvey Weinstein drohen bis zu 140 Jahre Haft

Der ehemalige Hollywood-Filmproduzent Harvey Weinstein wurde im März 2020 wegen Vergewaltigung zu 23 Jahren Haft verurteilt. Seither saß er in einem New Yorker Gefängnis ein. Doch nun wurde der 69-Jährige für einen weiteren Prozess nach Los Angeles eingeflogen. Und dieser könnte für Weinstein bald mit einer lebenslangen Haftstrafe enden. Dass Harvey Weinstein nun in Person in Los Angeles erscheinen muss, hatten seine Anwälte zuvor versucht zu verhindern. Dies begründeten sie damit, dass der Ex-Filmproduzent mit mehreren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt hätte. Ein New Yorker Richter wies diesen Antrag im vergangenen Juni allerdings zurück, weswegen Weinstein am Dienstag (20. Juni)…
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