ALLE Halbzeit-Shows des Super Bowl im Ranking
Wir haben alle Halftime Shows gesehen und die Auftritte vom schlechtesten zum besten Besten gerankt.
Eine Hommage an New Orleans, an den 40. Jahrestag des Comics „Peanuts“ und vielleicht auch an Drogen. Denn was zum Teufel hat Charlie Brown schon wieder mit Jambalaya und Mardi Gras zu tun? Aber weil New Orleans nun mal New Orleans ist, war die Musik auch in ihren kitschigsten Momenten irgendwie eingängig. Das Ganze endete damit, dass Snoopy auf einem Dampfschiff auf dem Mississippi zu „When the Saints Go Marching In“ tanzte, was in „Happy Birthday, Charlie Brown“ überging. Währenddessen schworen sich die traumatisierten Broncos-Fans im Fernsehen, nie wieder vor der Halbzeitpause high zu werden.
29. Die Blues Brothers (1997)
John Belushi war übrigens schon tot. Aber der Super Bowl brachte die Blues Brothers zurück — vielleicht weil sie die Chicago Bears nicht dazu bringen konnten, den
28. Maroon 5 (2019)
Inmitten all der Empörung über Colin Kaepernick Ausschluss aus der NFL wollte 2019 niemand dem Super Bowl überhaupt nah kommen. Cardi B, P!nk und Rihanna sagten aus Protest ihre Auftritt bei dem Event ab. Das Beste, was die NFL als Ersatz auftreiben konnte, war Adam Levine. Er sah noch nie so wenig wie ein Rockstar aus, als er rief: „Kann ich jetzt ein bisschen Gitarre für euch spielen?“ Es war furchtbar, trotz der Auftritte von Travis Scott, Big Boi und Spongebob Schwammkopf. Als Levine zu „Moves Like Jagger“ sein Tank-Top auszog, um seine Nippel zu zeigen (doppelt so viele wie bei Janet Jackson), wurde der Auftritt zu einer traurigen Junggesellinnen-Party. Hinweis: Gerüchte, dass neben Levine noch weitere Personen bei Maroon 5 mitmachen, konnten bei Redaktionsschluss nicht bestätigt werden.
27. The Who (2010)
Weder Pete Townshend noch Roger Daltrey hatten jemals ein American Football-Spiel gesehen. Geschweige denn die Halbzeitshow-DVDs, die ihnen von der NFL als Referenz geschickt wurden. Vielleicht erklärt das, warum sie nicht verstanden, dass dieser Auftritt so viel Aufmerksamkeit erregt und so viel auf dem Spiel steht. Leider zeigten sich The Who noch schlechter vorbereitet als die Spieler der Colts und fummelten ein Medley von Klassikern zusammen. Traurig, wenn man an all die Kinder da draußen denkt, die „Won’t Get Fooled Again“ oder „Baba O’Riley“ in diesem erbärmlichen Zustand zum ersten Mal hörten. Daltrey hörte sich an, als wäre er wirklich gerade in einem Hauseingang in SoHo aufgewacht und tötete „Who Are You“ mit einem „hu hu“ nach dem anderen. Diese verdächtigen „Mitsing-Einsätze“ klangen ungefähr so glaubwürdig wie das eingespielte Lachen bei „Seinfeld“.
26. Tanya Tucker, Clint Black, Travis Tritt und The Judds (1994)
Was haben Sie erwartet – Nirvana, die ihr Unplugged-Set wiederholen? Das war gesunde, typisch amerikanische Country-Unterhaltung, die mit einigen der besten Nashville-Stars der damaligen Zeit gut ankam. Die Musiker*innen standen auf den Höhepunkt ihrer Karriere – mit Ausnahme der Judds, die sich im sechsten oder siebten Jahr ihrer Abschiedstournee befanden. Kein Nervenkitzel, aber bei einem Auftritt wie diesem kann es ein kluger Schachzug sein, auf Nummer sicher zu gehen.
25. Janet Jackson, Justin Timberlake, P. Diddy, Kid Rock, Jessica Simpson und Nelly (2004)
Wir haben die Nippel gesehen und den Schaden, der damit angerichtet wurde (im Video in Minute 11:11). Zweifellos die berühmteste Halbzeitshow aller Zeiten, die eine ganze Generation von Amerikanern dazu zwang, ihre Mütter das Wort „Aureole“ aussprechen zu hören. Sie beendete Janet Jacksons zuvor unaufhaltsame Karriere – fast 20 Jahre an Hits wurden mit einem einzigen Brustsprung zunichte gemacht. Auch Justin Timberlakes Karriere wäre fast daran zerbrochen, denn sein ungeschickter (und nicht gerade galanter) Umgang mit der Kontroverse beendete seine Flitterwochen nach der N‘Sync-Karriere in der Öffentlichkeit. Es brauchte zwei Jahre und Timbaland, bis JT wieder sexy wurde.)
Die Musik war größtenteils großartig, aber die Nachwirkungen waren giftig. Die Bush-Regierung führte einen hysterischen Kreuzzug, um MTV und Miss Jackson zu verteufeln. Man könnte dies als den Moment bezeichnen, in dem der TV-Sender beschloss, sich ganz aus dem Musikgeschäft zurückzuziehen. Alles in allem ein katastrophaler Moment für Amerika. Außerdem hat Jessica Simpson gesungen.