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John Entwistle: Der Tod des The-Who-Bassisten in Raum 658


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Augenscheinlich ging es John Entwistle in den letzten Jahren seines Lebens durchaus gut. Mit Lisa Pritchett-Johnson, Ex-Freundin von Eagles-Gitarrist Joe Walsh, führte er eine Beziehung, und wenn er nicht gerade Musik machte, traf man ihn oft in den Pubs nahe seines viktorianischen Anwesens Quarwood in Stow an. Er bezahlte sogar ein neues Dach für den Pavillon des Stow Cricket Club.

Nun war er aber nicht mehr der Ochse von einst. Sein Gehör war so gut wie zerstört, und er litt an Bluthochdruck. Sein dürftiger Auftritt beim Who-Konzert in der ehrwürdigen Londoner Royal Albert Hall im Februar 2002 alarmierte Freunde und Mitarbeiter, die aus ganz unterschiedlichen Gründen um Entwistle besorgt waren. Aus Versicherungsgründen unterzog er sich also einer medizinischen Untersuchung, die für die im Sommer 2002 geplante Amerika-Tournee erforderlich war. Er bestand die Überprüfung, doch verhindern konnte sie die nahende Katastrophe nicht.

L-R: John Entwistle (1944-2002), Pete Townshend und Keith Moon (1946-1978) am 19.Dezember 1966

John Entwistle ist tot

An einem Dienstagmorgen im Juni 2002 fuhr Chris Entwistle seinen Vater zum Flughafen. Der Flug nach Las Vegas wartete auf den Rockstar, der mit den noch lebenden Mitgliedern seiner Band durch die USA touren sollte. „Ich gab ihm einen Abschiedskuss, wie ich es immer tat“, erinnerte Christ Entwistle sich. „Er drehte sich um, als er zur Tür des Terminals kam, wir winkten einander zu, und das war das letzte Mal, dass ich ihn sah.“

John Entwistle verbrachte den Abend des 27. Juni 2002 mit Freunden, darunter Eileen Rose, eine Stripperin, die er von früheren Besuchen in Las Vegas kannte. Er nahm Rose mit auf sein Zimmer 685 im Hard Rock Hotel – es folgten Koks, Sex und ein Herzinfarkt im Schlaf. John Entwistle starb mit 57 Jahren.

„Es stellte sich heraus, dass eine seiner Arterien zu hundert Prozent und eine weitere zu fünfundsiebzig Prozent verstopft waren“, verriet Chris Entwistle. „Hoher Blutdruck liegt in der Familie“, fuhr er fort. „Seine Mutter hatte ihn, genau wie ich, aber wir hatten keine Ahnung von den Problemen mit seinem Herzen, und er auch nicht. Man sagte uns, man hätte sie [die Verstopfungen] nur mit einem Elektrokardiogramm finden können, was nie geschah, weil es nicht notwendig erschien. Er war sehr selten krank.“

Chris Entwistle schien sich den Umständen entsprechend gut mit dem Tod seine Vaters arrangieren zu können: „Aber wissen Sie was? Es war nicht der schlechteste Weg. Es hätte eine langwierige Krankheit sein können. Eines der Dinge, die ich am meisten zu schätzen wusste: Der Arzt, der die Autopsie durchführte, sagte mir, er hätte nichts gespürt.“

Beerdigung

Die Beerdigung von John Entwistle fand am 10. Juli 2002 in der St. Edward’s Church in englischen Stow statt. In seinem Testament teilte der ehemalige Bassist von The Who seinen Nachlass zu gleichen Teilen zwischen seiner Mutter, seinem Sohn und Lisa Pritchett-Johnson auf. Pritchett-Johnson wohnte nach Entwistles Tod weiterhin in einem Cottage auf dem Quarwood-Gelände, musste aber ausziehen, als Chris Entwistle gezwungen war, das Haus seines Vaters zu verkaufen, um die Hohen Erbschaftssteuern zu bezahlen.

„Das Finanzamt entschied, dass alles, was Dad besaß, einen Wert hatte, einschließlich jedes Kleidungsstück und seines personalisierten Autokennzeichens“, erklärt er. „Und sie wollten vierzig Prozent davon – vielen Dank. Das Problem war, dass das meiste Geld von Dad in Sachgütern steckte. Zum Beispiel hatte er im Laufe der Jahre in eine riesige Gitarrensammlung investiert, die in der Zukunft viel Geld wert sein würde, aber das war eine schlechte Zeit, um sie verkaufen zu müssen.“

John Entwistle in den Erinnerungen seiner Mitmenschen

Alison Entwistle, Ex-Frau von John Entwistle und Mutter seines Sohnes, blickte durchaus positiv auf die Zeit mit ihrem Ex-Mann zurück. In Erinnerung an die Geburt von Chris verriet sie: „John war so begeistert. Er war bei meiner Geburt im Queen Charlotte’s Hospital dabei. Ich habe ihn jahrelang geliebt, so dass man diese Gefühle nie wieder los wird. Er war ein dummer Junge, aber auch sehr grosszügig, warmherzig und sehr, sehr talentiert.“

„Ich möchte, dass Dad als der beste Bassist in Erinnerung bleibt, den die Welt je gekannt hat“, so Chris Entwistle in Anbetracht der Lebensleistung seines Vaters. „Ich habe Pete oder Roger seit Gott weiß wie vielen Jahren nicht mehr gesehen, weil ich nicht mehr zu Who-Gigs gehen werde. Nicht wegen ihnen – ich stehe fest hinter den Jungs, die so lange weitermachen, wie sie wollen. Ich kann einfach nicht mit der Tatsache umgehen, dass Dad nicht auf der Seite der Bühne ist, wo er sein sollte“.

 

Chris Morphet Redferns

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