ALLE Halbzeit-Shows des Super Bowl im Ranking

Wir haben alle Halftime Shows gesehen und die Auftritte vom schlechtesten zum besten Besten gerankt.

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12. Katy Perry und Missy Elliott (2015)

Sagt niemals, Katy Perry sei nicht brillant – sie gab alles, um eine mehr als lächerliche Vegas-Show abzuliefern, komplett mit tanzenden Palmen unter Drogeneinfluss und (natürlich) Left Shark. Aber die große Überraschung kam, als eine mysteriöse Silhouette im Schatten auftauchte, während ein Teaser-Schnipsel von „Get Ur Freak On“ gespielt wurde. Nein. Das konnte nicht sein. Sie war es. Missy Freaking Elliott schockierte die Welt mit ihrem ersten großen Auftritt seit Jahren, dem Comeback, für das wir alle gebetet hatten. Das nenne ich mal eine gute Wahl des Augenblicks. Das muss man Katy lassen – nur ein echter Star wäre selbstbewusst genug, das Rampenlicht mit Missy zu teilen.

11. The Rolling Stones (2006)

Mick Jagger und die Jungs kamen, um der Menge richtig einzuheizen – und das mit nur drei Songs: „Start Me Up“, „Rough Justice“ und das unvermeidliche „Satisfaction“. Bonuspunkte gab es dafür, dass sie „You Got Me Rockin’“ nicht spielten. Wie Jagger vor „Satisfaction“ scherzte: „Das hätten wir auch beim ersten Super Bowl spielen können“. Trotzdem war der Mann besser in Form als die meisten NFL-Spieler – er sprang über die ganze Bühne und wackelte mit den Hüften. Der Sender zensierte verständlicherweise die Zeile „You made a dead man come“.

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10. Lady Gaga (2017)

Jeder hat sich gefragt, was für einen Unfug Gaga beim Super Bowl anstellen würde: Wie verrückt würde sie werden? Wie politisch? Wie Gaga? Dann zielte sie genau in die Mitte mit einem unumstritten publikumswirksamen Hit-Medley, das sogar mit dem Treueschwur begann: „One nation under God, indivisible, with liberty and justice for all!“ Aber sie ließ „für alle“ radikal klingen mit ihrer queer-positiven Hymne „Born This Way“. Wahrscheinlich es das erste Mal, dass „Transgender“ beim Super Bowl ausgesprochen wurde. Keine Schocktaktik, keine Überraschungsgäste – einfach nur Gaga, die so aggressiv normal wurde, dass es unheimlich war. Und „Telephone“ ist immer noch ein Hit, mit oder ohne Beyoncé.

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9. Madonna (2012)

Madonna hat im Laufe der Jahre so viele historische TV-Touchdowns erzielt, dass es seltsam ist, sich an die Aufregung zu erinnern, sie bei der Super Bowl zu sehen. Vielleicht waren wir alle ein wenig besorgt, dass sie diesen Moment falsch angehen würde. (Das macht sie manchmal.) Aber dann schwang sie sich mit all den antiken römischen Gladiatoren-Nieten auf die Bühne, und plötzlich war es nur noch die Königin der Königinnen, die eine Glam-Barrage der größten Popsongs aller Zeiten vortrug – nämlich ihre. Wie alles, was Madonna macht, war es ein totales Durcheinander. Diese Cee-Lo-Harmonien bei „Like a Prayer“. Diese Nicki Minaj Pom-Pom-Sexbomben-Cameo. Fantastisch. Oh, außerdem: Weltfrieden!

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8. Rihanna (2023)

Rihanna war seit über fünf Jahren nirgendwo mehr aufgetreten, also waren die Leute gespannt, wie sie i

meistern würde. Gaststars? Kostümwechsel? Ausgefallene Choreografien? Nein. RiRi rockte den ganzen Weg solo, unantastbar cool auf ihrer fliegenden Bühne, denn alles, was sie brauchte, war ihr eigenes übermenschliches „Don’t Give A Fuck“-Charisma. Sie lachte sich durch einen Banger nach dem anderen, sichtlich schwanger, aber alles rauslassend, mit einer Truppe von Tänzern mit weißen Kapuzen. Mit „Bitch Better Have My Money“ machte sie gleich zu Beginn auf sich aufmerksam, grinste „Rude Boy“ mit obszönem Arschgrapschern über ihre Schulter und krönte das Ganze mit „Diamonds“ unter dem Feuerwerk. Sie hielt auch inne, um ihr Make-up zu richten, in einem Mini-Werbespot für ihre eigene Fenty Beauty Linie. Das nenne ich mal einen Boss-Move.

7. Bruce Springsteen & the E Street Band (2009)

„Ich will, dass du vom Guacamole-Dip zurücktrittst! Ich will, dass du diese Hähnchensticks weglegst! Und drehen Sie den Fernseher ganz laut!“ Der Boss legte einen 14-minütigen Endzonen-Powerdrive hin, der die ganze Inbrunst eines vierstündigen Konzertmarathons in sich trug: „Tenth Avenue Freezeout“, „Born to Run“, „Glory Days“. Auch eine schöne Kamerafahrt im Schritt. Überall in den USA, von der Küste bis zur Stadt, wurden das Hähnchen kalt.

Rob Sheffield schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil