Auf dem Weg zum SXSW Festival: Mehrere Künstler an Einreise in die USA gehindert


von

Am gestrigen Montag (13. März) wurde das „South by Southwest“-Festival, welches jährlich im texanischen Austin stattfindet, eröffnet – doch: Wie inzwischen mehrere Musiker berichten, wurden sie aufgrund ihrer ethnischen Herkunft nicht in die Vereinigten Staaten gelassen, weshalb sie ihre Shows beim Festival nicht wahrnehmen werden können.

Eigene Klausel im Vertrag

Zwar ist die Tatsache, dass die Künstler am Betreten amerikanischen Bodens gehindert wurden, mittelbar auf den durch US-Präsident Donald Trump verhängten Einreisestopp zurückzuführen – tatsächlich ist dieser aktuell allerdings außer Kraft gesetzt.

„Wurden wie Kriminelle behandelt“

Fakt ist, dass einige Künstler an der Einreise gehindert wurden. So berichtete beispielsweise die italienische Band Soviet Soviet vergangenen Freitag auf ihrer Facebook-Seite, dass sie in Seattle von US-Beamten aufgehalten wurden und die Nacht im Gefängnis verbringen mussten, bevor sie am nächsten Morgen wieder in ein Flugzeug gesetzt wurden, welches sie Richtung Heimat brachte: „Wir waren über Nacht im Knast und wurden behandelt wie Kriminelle. Am nächsten Tag mussten wir das übliche Prozedere einer Verhaftung mitmachen – Fahndungsfotos, Unterschriften abgeben und so weiter.“

Keine Gage, aber trotzdem ein Arbeitsvisum

Die Band wollte nicht nur das „SXSW Festival“ bespielen, sondern auch in einer Live-Sendung des Radiosenders „KEXP“ auftreten – unbezahlt, weshalb sie auf ESTA zurückgriffen, quasi ein Besucher-, kein Arbeitsvisum. Als die Behörden die Unterlagen prüften, stießen sie jedoch auf die Information, dass zwei der Venues Eintritt verlangten und die Bandmitglieder deshalb eine Arbeitserlaubnis vorlegen müssen – obgleich sie selbst keine Gage für ihre Shows erhalten hätten.

„Religions- und Rassen-Diskriminierung“

Am heutigen Mittwoch meldete sich auch Yussef Dayes, Mitglied des Duos Yussef Kamaal, zu Wort, der laut eigener Aussage ebenfalls an der Einreise gehindert wurde, woraufhin er in einem Statement über sein Label „Brownswood Recordings“ verlauten ließ, dass diese „Diskriminierung aufgrund von Religion und Rasse“ stattgefunden habe.

Des Weiteren sollen auch die Mitglieder der kanadisch-ägyptischen Hardcore-Band Massive Scar Era in der Nähe von Seattle an der Einreise gehindert worden sein – obwohl sie eine Erklärung des „SXSW Festival“ bei sich hatten, die besagte, dass sie in die „Showcase Exception“ fallen.

Selbst kanadische Staatsbürger abgewiesen

Den Beamten war dies egal, sie stoppten die Weiterreise der Band – selbst Drummer Dylan Wijdenes-Charles wurde zu seiner Herkunft befragt und schließlich abgewiesen, obwohl er aufgrund seiner Staatsangehörigkeit eigentlich leicht zwischen den USA und Kanada hin- und herreisen kann. Und auch der dänische EDM-DJ ELOQ verkündete auf Twitter, dass ihm die Einreise verweigert wurde und er kurzzeitig festgenommen wurde – obwohl ihm die „SXSW“-Veranstalter versichert hätten, dass sein Visum das richtige sei.

PxP Allstars @ SXSW im Livestream:



Die Visionen des „Präsidenten“ Kanye West: Wakanda als Vorbild für die USA

Am US-amerikanischen Nationalfeiertag gab Kanye West via Twitter bekannt, dass er bei der diesjährigen Präsidentschaftswahl kandidieren möchte. Jetzt teilte West in einem Interview mit, welche Pläne ihm konkret vorschweben — und mit seinen Aussagen sorgte der Rapper für ordentlich Zündstoff. Kanye West sagte zu „Forbes“, dass ihm die Idee mit der Kandidatur unter der Dusche kam und seine Partei „Birthday Party“ heißt, denn „wenn wir gewinnen, haben alle Geburtstag,“ so seine Begründung. Seinen Wahlkampfslogan begründete er hingegen nicht. Dieser sollte mit dem Titel „YES!“ ohnehin für alle verständlich sein. Als mögliche Vizepräsidentin könne sich West die umstrittene Predigerin Michelle Tidball…
Weiterlesen
Zur Startseite