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Wie John Lennon mit dem Beatles-Hit „In My Life“ zum Künstler wurde


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Das Arbeiten an „In My Life“ begann mit einer Frage: Warum, so fragte ihn der Journalist Kenneth Allsop im März 1964, schreibe Lennon eigentlich nicht mehr Texte, die sein Leben und seine Erfahrungen reflektierten?

„Ich hatte diese professionelle Songschreiber-Attitüde“, sagte Lennon 1970 dem ROLLING STONE. „Wenn ich persönliche Erfahrungen artikulieren wollte, schrieb ich Bücher wie ‚In seiner eigenen Schreibe‘. Der songschreibende John Lennon, der Popsongs für die Galerie verfasste, befand sich in einer anderen Schublade. Für mich waren es oberflächliche Wegwerf-Produkte.“

Reise in die Vergangenheit

Lennon nahm sich Kritik zu Herzen und schrieb einen längeren Text über Menschen und Orte aus seiner Vergangenheit – und natürlich spielte Liverpool eine große Rolle: „Ich setzte mich in einen Bus, fuhr durch die Stadt und schrieb einen Text, der so ziemlich jede Sehenswürdigkeit auflistete.“

Als er die Lyrics später las, „war es ein schnarchlangweiliger,Was machte ich im Urlaub‘-Song. Aber dann ließ ich es mir nochmal durch den Kopf gehen und kam auf Orte, mit denen mich wirklich persönliche Erinnerungen verbanden.“

Es folgte ein Disput, der sich wohl nie auflösen lassen wird. „In My Life“ ist einer der wenigen Lennon/McCartney-Songs, bei denen die Autoren gegensätzliche Erinnerungen haben, was ihren jeweiligen Beitrag betrifft. Laut Lennon „waren die Lyrics schon komplett geschrieben, als Paul den Song zum ersten Mal hörte. Er hat an den Harmonien gearbeitet und an den acht Takten im Mittelteil.“

John Lennon im Studio

Laut McCartney hatte Lennon bloß die erste Strophe geschrieben. Bei einer ihrer Schreib-Sessions in Lennons Weybridge-Villa habe man den Text komplett überarbeitet und dabei allzu Spezifisches gegen universellere Alternativen getauscht. (Einige der ursprünglichen Zeilen wie „some are dead and some are living“, Lennons Reverenz an den verstorbenen Bassisten Stu Sutcliffe, seien aber übernommen worden.)

McCartney behauptet weiterhin, dass er die Melodie auf Lennons Mellotron entwickelt habe (und sich dabei von Smokey Robinson habe inspirieren lassen), ebenso wie die behutsamen Gitarrentupfer am Anfang des Songs.

Bob Dylan als Inspiration

Wie immer auch die Urheberschaft aussehen mag: „In My Life“ dokumentiert Lennons Entwicklung als Künstler. „Ich fing an, das Subjekt meiner Songs zu werden. Ich vermute, dass es Dylan war, der mir dabei geholfen hat.“


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Die Beatles waren Anfang 1964 große Fans und spielten „The Freewheelin‘ Bob Dylan“ nonstop. Als Dylan im August die Beatles in New York besuchte, machte er sie mit Marihuana bekannt. (Er war allerdings davon ausgegangen, dass die Beatles bereits Pot rauchten, nachdem er in „I Want To Hold Your Hand“ die Zeile „I can’t hide“ als „I get high“ missverstanden hatte.) Dylan und Gras sollten die beiden Faktoren werden, die die Beatles aus der Moptop-Existenz befreien und zu ihrem ersten Meisterwerk führen sollten: „Rubber Soul“.

Manchester Daily Express SSPL via Getty Images

H.P. Baxxter verrät, warum er keine passende Freundin findet

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