Ehemals beste Kumpels weg: Söhne Mannheims distanzieren sich von Xavier Naidoo


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Es wird einsamer um Xavier Naidoo: Nach dem Rauswurf des selbsternannten Rassisten („ … aber ohne Ansehen der Hautfarbe!“) aus der DSDS-Jury und massiver Kritik seitens der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung am Hetze-Video des Schmusebarden distanziert sich nun auch seine Band Söhne Mannheims von ihm.

„Xavier und wir gehen seit einiger Zeit getrennte Wege und als Musikerkollektiv stehen wir klar und konkret gegen Hass, Gewalt und Rassismus!“, schreiben die Musiker auf Facebook. „Bestimmt ist es wichtig, in der heutigen Zeit Dinge anzusprechen, gerne auch kontrovers, aber man muss sich der Macht des Wortes bewusst sein.“

Die Söhne Mannheims scheinen damit auch eine Wende vollzogen zu haben: Noch 2017 sang Naidoo mit ihnen im Song „Marionetten“ über Volksvertreter als „Volks-in-die-Fresse-Treter“, die wie Marionetten von „dunklen Mächten“ gesteuert würden.

Stadt Mannheim distanziert sich auch von Naidoo

Auch eine Sprecherin der Stadt Mannheim nahm Abstand von ihrem prominenten Mitbürger: „Die Mannheimer Stadtgesellschaft und die Stadtverwaltung haben immer wieder Fremdenhass eine klare Absage erteilt. In diesen Tagen wurde besonders deutlich, dass Hass auf Gruppen am Ende Gewalt erzeugt. Die neuerlichen Äußerungen von Xavier Naidoo widersprechen zutiefst den Grundwerten, für die wir als Stadt stehen.“

Auf Instagram aber gibt es durchaus noch Solidarität mit Naidoo, dem selbst eine wenig glaubhafte Distanzierung von seinem Clip gelang: Til Schweiger steht ihm bei, dazu Rapper Fler und Maxim Noise sowie Tom Beck und „Let’s Dance“-Tänzer Massimo Sinato.

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