Green Day: Billie Joe Armstrong vergleicht Donald Trump mit „Harry Potter“-Bösewicht Lord Voldemort

Billie Joe Armstrong, Sänger der Punkrock-Band Green Day, machte noch nie einen Hehl aus seiner politischen Meinung – spätestens seit ihrem Hit „American Idiot“, der sich gegen die Politik George W. Bushs richtete, hatte auch der Letzte begriffen, auf welcher Seite der Kalifornier steht. Klar, dass er bei den aktuellen politischen Entwicklungen der USA nicht einfach stillschweigend zusehen kann – nachdem er sich bereits im vergangenen Jahr im „NME“ äußerte, sprach er nun auch in der US-Ausgabe des Rolling Stone darüber, was er von Donald Trump hält.

Darin erklärte er die politische Aktivität seiner Band: „Ich glaube, unsere Stimme ist wichtig für den Widerstand – obwohl ich noch nicht weiß, in welcher Art oder Form sich dieser äußern wird. Klar sieht man aktuell einige Leute, die sich versammeln, um zu protestieren, aber es wird hart – und wir sind gerade mal im zweiten Monat dieser Präsidentschaft. Und man wird irgendwie jeden Tag neuem Bullshit ausgesetzt. Ich glaube, das sind die Menschen: Opfer permanenten Bullshits.“

Gut gegen Böse

Dann zieht Armstrong doch tatsächlich „Harry Potter“ heran, um das Verhältnis zwischen Donald Trump und den US-Bürgern weiter zu beschreiben: „Ich sehe meine Kinder als die „Harry Potter-Generation“ an; es liegt ein Streben nach Gerechtigkeit darin, Voldemort zu bekämpfen – das ist die klassische Version von „Gut gegen Böse“. Es gibt mir eine Menge Hoffnung, dass so viele „Harry Potter“ zum Vorbild haben: Du kannst das Böse bekämpfen, und trotzdem ein komplexes menschliches Wesen sein.“

Kooperation

Nur eine Freakshow

Selbstverständlich wurde dem Punkrocker auch die obligatorische „Bush oder Trump“-Frage gestellt, doch wer erwartet hätte, dass sich Armstrong tatsächlich für einen der beiden entscheidet, kennt ihn wohl schlecht: „Meiner Meinung nach ist Bush nichts anderes als ein Kriegsverbrecher. Und bei Trump wissen wir es einfach nicht – im Moment ist es nicht mehr als eine Freakshow.“

Bereits im vergangenen Jahr fasste der Sänger im Gespräch mit „NME“ seine Haltung gegenüber dem damals noch nicht zum US-Präsidenten gewählten Republikaner Trump in klare Worte: Dabei verglich er den Immobilien-Milliardär sogar mit Hitler und sagte, die Schuldigen an Trumps Erfolg seien „ungebildete Weiße der Arbeiterklasse.“


Robert Crumb rechnet mit dem hässlichen, rassistischen „Amerika“ ab

Robert Crumb ist nicht ohne Grund nach Frankreich emigriert, der „19th-Cen­tury Man“ (Crumb über Crumb) hat sich bewusst für die „Alte Welt“ entschieden – und gegen die hochindustrialisierten, durchkapitalisierten, hässlichen, rassistischen, gewalttätigen, vollends auf den Hund gekommenen USA. Wenn Crumb mit dem Zeichenstift über sein Land und seine Leute meditiert, dann trägt er von Anfang an eine gewaltige Hasslatte vor sich her. Die Gegenkultur liebt ihn für sein wütendes Zivilisa­tions-Bashing und das kulturkonservative Gemecker gegen einen Staat, der seine Bürger zu angepassten Konsumenten abrichten will – und übersieht dabei, dass er über „Losungen brüllende Radikale“, die „Alternativkultur der Jugend“ und ihren…
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