Bob Dylan lässt sich doch noch seinen Nobelpreis überreichen

Bob Dylan lässt sich doch noch seinen Nobelpreis überreichen

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Der frischgebackene Literaturnobelpreisträger Bob Dylan hatte im vergangenen Jahr die große Feier der Akademie in Stockolm wegen „anderweitiger Verpflichtungen“ abgesagt und stattdessen Patti Smith vorgeschickt. Die Sängerin war wohl gerührter, im Namen ihres großen Helden sprechen (und singen) zu dürfen, als es Dylan wohl je gewesen wäre. Trotzdem bleib es schade, dass der Musiker dem Festakt fernblieb und seine Medialle nicht abholte.

Patti Smith bei ihrem Auftritt in Stockholm

Doch wie nun Sara Danius, ein Jurymitglied der Schwedischen Akademie, mitteilte, wird es am kommenden Wochenende die Chance geben, Bob Dylan doch noch persönlich zu ehren. Der Singer-Songwriter wird dann in Stockholm Halt machen, um zwei Konzerte seiner „Neverending Tour“ zu geben. Dort wird er Vertreter der Akademie empfangen, die ihm zum Nobelpreis gratulieren, sowie die Urkunde und die Medaille überreichen werden.

Preisgeld nur gegen Nobelvorlesung

Eine umfassende Rede, wie sie im Grunde für Preisträger üblich ist, werde er aber nicht halten, wie Danius festhielt. Dylan war der erste Musiker, der den Literaturnobelpreis zugesprochen bekam. Sein Preisgeld von umgerechnet 840.000 Euro bekommt er übrigens nur, wenn er innerhalb eines halben Jahres nach Ernennung eine Nobelvorlesung hält. Die kann auch per Video eingereicht werden.

Danius: „Die Akademie hat Grund zu der Annahme, dass eine aufgenommene Version zu einem späteren Zeitpunkt gesendet werden wird.“ Die Übergabe des Nobelpreises finde in einem intimen Rahmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. „Nur Bob Dylan und Mitglieder der Akademie werden sie besuchen, wie es Dylan wünscht“, schrieb das Nobelpreis-Jurymitglied in ihrem Blog.

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