Bob Dylan setzt seine „Never Ending Tour“ weltweit fort


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Der 7. Juni 1988 wird als Beginn von Bob Dylans „niemals endender“ Welttournee datiert – bis sie 2020 kurzerhand doch endete, als eine Pandemie den Globus überrollte und Großveranstaltungen, wie Konzerte, zunächst unmöglich machte. Nun ist klar: Die inoffiziell so benannte „Never Ending Tour“ hatte lediglich eine coronabedingte Pause eingelegt und wird nun umgehend wieder fortgesetzt.

Anfang November beginnt Bob Dylan somit schon wieder live vor Publikum zu spielen. Tickets für diese Termine sind ab dem 01. Oktober erhältlich – die bisher angekündigten 21 Shows 2021 finden jedoch ausschließlich in den Vereinigten Staaten statt. Die 80-jährige Musiklegende wird seine „Never Ending Tour“ aller Voraussicht nach aber auch wieder global aufnehmen.

Denn es werden wohl noch neben den ohnehin schon vielen Stopps innerhalb knapp eines Monats viele weitere Termine folgen – wenn man einem Banner auf Bob Dylans Website glauben darf. Darauf werden Konzerte bis ins Jahr 2024 angekündigt.

Die ersten Termine umfassen 21 Shows von Anfang November bis Anfang Dezember. Drei Abende spielt Dylan z. B. im Beacon Theatre in New York City und zwei Nächte im Met in Philadelphia. Aufgrund der Pandemie musste Dylan seine „Never Ending Tour“ pausieren – seit Dezember 2019 war er nicht mehr auf Tournee, was seine längste Live-Pause seit 30 Jahren markiert. Im Juli 2021 veranstaltete er zur Überbrückung dieses nicht selbstauferlegten Tour-Verbots ein digitales Konzert-Event mit dem Titel „Shadow Kingdom“.

Bob Dylan selbst lehnt den Begriff „Never Ending Tour“ übrigens ab. Im Klappentext zu seinem Album „World Gone Wrong“ von 1993 schreibt Bob Dylan: „Lassen Sie sich nicht von dem Gerede über die Never Ending Tour verwirren. Es gab eine Never Ending Tour, aber sie endete 1991 mit dem Ausscheiden des Gitarristen G. E. Smith. Diese Tour ist schon lange vorbei, aber seitdem hat es viele andere gegeben: ‚The Money Never Runs Out Tour‘ (Herbst 1991) […], ‚Outburst Of Consciousness Tour‘ (1992), ‚Don’t Let Your Deal Go Down Tour‘ (1993) und andere, zu viele, um sie alle zu erwähnen, mit ihrem eigenen Charakter und Design.“

Nach der Veröffentlichung seines letzten Albums „Rough and Rowdy Ways“ wird es für Dylan die erste Chance sein, die neuen Songs vor anwesendem Publikum in gewohnter Größenordnung spielen zu können. Zudem wurde vor Kurzem eine neue Bootleg-Series angekündigt – „Springtime In New York“ soll sie heißen und Bob Dylan darin mit bisher unveröffentlichtem Material seiner Schaffensphase der frühen Achtzigern beleuchten.