Highlight: The Rolling Stones: Making of „Let It Bleed“

Brian Jones‘ Tochter: „Ich glaube, mein Vater wurde ermordet“

Genau 50 Jahre ist es her, dass Brian Jones tot im Pool seines Landhauses in der englischen Kleinstadt Cheltenham aufgefunden wurde. Nur Wochen zuvor hatten ihn seine Kollegen aus der Band geworfen. Ihn, der die Rolling Stones 1962 mit gründete und ihnen durch sein Songwriting maßgeblich zum Welterfolg verhalf.

Doch wie vielen anderen der Höhenflug des Rockstar-Daseins zu Kopfe steigt, verfiel auch Jones der Sucht. Seine Alkohol-und Drogeneskapaden sorgten schließlich dafür, dass seine Bandkollegen und Freunde nicht mehr mit ihm arbeiten konnten und wollten. Die Rolling Stones waren ganz oben angekommen, doch Brian Jones musste gehen. Kurze Zeit später, am 3. Juli 1969, war er tot. Er wurde 27 Jahre alt.

„Aftermath“ von den Rolling Stones jetzt auf Amazon bestellen

Seither wird von einigen Seiten immer wieder behauptet, der Stones-Gitarrist sei möglicherweise ermordet worden, wenngleich nach damaligen Untersuchungen als offizielle Todesursache Ertrinken angegeben wurde.

In einem Interview mit „Sky News“ zum 50. Todestages ihres Vaters äußerte sich nun auch seine Tochter Barbara Marion zu der Theorie, dass es sich bei den Ereignissen des 3. Juli 1969 nicht um einen Unfall handele.

Brian Jones circa 1965 in den USA.
Brian Jones circa 1965 in den USA.

„Ich glaube, mein Vater wurde ermordet“, so Marion, die erst im Jahr 2002 von der Identität ihres Vaters erfuhr. „Die Polizei hat nicht so ermittelt, wie sie es hätte tun sollen. Ich würde mir wünschen, dass der Fall wieder neu aufgerollt wird und endlich Antworten gefunden werden.“ Wie die junge Frau angab, basieren ihre Vermutungen auf „eigener Recherche“.

„Ohne meinen Vater wäre Mick Jagger nur irgendein Buchhalter“

Marion äußerte außerdem, ihr Vater bekäme nicht genug Anerkennung für seine Rolle in der Erfolgsgeschichte der Rolling Stones. „Er hat die Band gegründet. Er hat jedes einzelne Mitglied selbst ausgewählt und ihnen die Gigs besorgt. Ohne meinen Vater wäre Mick Jagger nur irgendein Buchhalter.“

1968
1968

Seit seines Ablebens sind einige Theorien zur Todesursache des Multiinstrumentalisten in Umlauf. Berichten zufolge wurde beispielsweise gemutmaßt, eine Arbeitskraft auf Jones‘ Gelände hätte ihn umgebracht. Dieser hätte ihn zuletzt lebendig gesehen und wäre angeblich in einen Kampf mit ihm geraten.

Demzufolge nahm die Polizei der Grafschaft Sussex den Fall 1984 und 2009 wieder auf. Keine Beweise konnten jedoch vermuten lassen, dass das Urteil des Untersuchungsrichters eine Fehleinschätzung sei. Nach wie vor gilt Brian Jones‘ Tod daher als Unfall.

Mark and Colleen Hayward Redferns
Michael Ochs Archives


Todesursache: Woran starb David Bowie?

Todesursache von David Bowie Am 10. Januar 2016, nur zwei Tage nach der Veröffentlichung seines 27. Albums „Blackstar“ und seinem 69. Geburtstag, starb David Bowie in New York City an Leberkrebs. 2014 bekam er die Diagnose. In den folgenden Monaten durfte fast niemand von der Krankheit erfahren, nur seine Familie und wenige enge Vertraute wussten davon. Einer von ihnen war Ivo van Hove, mit dem Bowie das Musical „Lazarus“ produzierte. Gegenüber der „Times“ sagte van Hove: „Er war krank, aber er wollte leben. Für seine Frau und seine Tochter und für seine Musik“. Das Album „Blackstar“ war dabei der letzte Kraftakt, den es zu…
Weiterlesen
Zur Startseite