Witwe von Chris Cornell verklagt Soundgarden

Zwei Jahre nach dem Tod von Chris Cornell entbrennt der Streit um sein künstlerisches Vermächtnis. Dabei geht es in erster Linie natürlich auch um Geld.

Vicky Cornell klagt nun gegen die verbliebenen Bandmitglieder. Hintergrund: Laut „TMZ“ kämpft die Witwe des Sängers von Soundgarden mit juristischen Mitteln um die Rechte an sieben unveröffentlichten Aufnahmen ihres Mannes.

„Badmotorfinger“ von Soundgarden jetzt auf Amazon bestellen

In der Klage soll stehen, dass die Band „Hunderttausende von Dollar an Lizenzgebühren einbehält“, die Cornell und ihren minderjährigen Kindern zustehen. Wie das Klatschportal weiter aus der Klageschrift zitiert, seien die sieben Tracks „ausschließlich von Chris Cornell autorisiert“ und enthielten auch nur seine eigene Gesangsspuren. Diese Songs wurden von den Nachlassverwaltern nach Angaben von Vicky Cornell ihr und ihren Kindern ausdrücklich vermacht.

Vicky Cornell wollte angeblich teilen – der Rest von Soundgarden nicht

Vicky Cornell behauptet allerdings, den Soundgarden-Mitgliedern angeboten zu haben, die Aufnahmen zu teilen, damit sie in Verbindung mit Chris Cornells Wünschen veröffentlicht werden können, einschließlich der Beteiligung seines Produzenten. Aber sie sagt auch, dass die Band dies schließlich abgelehnt habe.

Soundgarden haben sich inzwischen zur Sache geäußert und klargestellt, dass sie mit ihrem Sänger einst gemeinsam an den Songs gearbeitet haben. Man habe sehr viel positive Energie und wieder erwachte künstlerische Kreativität verspürt, als die Stücke aufgenommen wurden, heißt es. Die Gruppe behauptet auch, dass verschiedene Mitglieder der Band auf fünf der sieben umstrittenen Aufnahmen als Co-Songwriter beteiligt wären.

Genau das will Vicky Cornell nicht akzeptieren. Für sie sei klar, so ist in der Klageschrift laut „TMZ“ zu lesen, dass das „Chris Cornell Estate“ der alleinige Eigentümer der unveröffentlichten Stücke ist. Sie beschuldigt auch den Gitarristen Kim Thayil, den Ruf ihrer Familie in den Schmutz zu ziehen, weil dieser behauptete, sie sei im Wesentlichen die größte Hürde, wenn es darum geht, ein neues Soundgarden-Album zu veröffentlichen.

Auf der nächsten Seite: Soundgarden-Gitarrist Kim Thayil über ein neues Album der Band



Mr. E's Beautiful Blues: Alle Alben der Eels im Ranking und bewertet

12. Tomorrow Morning (2010) ★★★ Endlich erfasst ihn, den Trauerkloß, den an den eigenen Gefühlen verzweifelnden Waldschrat, doch noch etwas Glück. „Tomorrow Morning“ ist die kolibrileichte Platte, von der niemand angenommen hätte, dass sie jemals von den Eels kommen würde. Der Abschluss einer Trilogie über Himmel und Hölle der Liebe (mit den Vorgängern „Hombre Lobo“, 2009, „End Times“, 2010) schwebt mit „Spectacular Girl“ über den Wolken, labt sich an grausam redundanten Computersound-Experimenten („Baby Loves Me“) und überrascht mit sorgsam kompilierten Synthie-Beats, die an den Electro-Folk von Beck erinnern. Everett vielleicht sogar entspannt: „I Like The Way This Is Going“. Jetzt…
Weiterlesen
Zur Startseite