Coronavirus: Gibt es Konzerte ohne Publikum bald im Stream?


von

Das Coronavirus hält zur Zeit die Welt in Atem. Während die meisten Menschen versuchen, möglichst ohne große Panik ihren Alltagsbeschäftigungen nachzugehen und Vor- und Fürsorge zu betreiben, trifft die starke Verbreitung des neuartigen Erregers vor allem die Kultur- und Musikszene.

In vielen Städten und Gemeinden sind Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern inzwischen untersagt. Aber einige Bundesländer gehen auch dazu über, Theater, Opern und andere Kulturstädten vorerst zu schließen. In Berlin werden sogar die Türsteher des Berghains in den Urlaub geschickt, Events gibt es hier mindestens bis Ende April nicht.

Coronavirus: Trifft es auch die Rammstein-Tour?

So lange keine Besserung in Sicht ist und die Zahl der Infizierten nicht rückläufig erscheint, ist damit zu rechnen, dass viele weitere Konzerte und Tourneen verschoben oder gestrichen werden. Das könnte Events wie die Deutschland-Tour von Rammstein genauso betreffen wie etwa einige Festivals im Sommer (das Coachella in Kalifornien ist zum Beispiel in den Herbst verlegt worden).

Noch gibt es hier keine negativen Nachrichten zu verzeichnen. Aber wenn es so weit käme, dann könnte es noch eine andere Möglichkeit geben, wie die Fans ihre Musik erleben können: im Stream, vielleicht sogar im Fernsehen.

Der öffentlich-rechtliche Berlin-Sender „RBB“ hat angekündigt, im Grunde abgesagte Veranstaltungen streamen zu wollen. Der Sender wolle damit nach eigener Aussage die entstandene Lücke im gesellschaftlichen Leben schließen. „Wenn das Publikum nicht mehr in die Häuser kann, bringt der ‚RBB‘ die Programme eben zum Publikum“, sagte „RBB“-Intendantin Patricia Schlesinger.

Möglicherweise ein Beispiel, das Schule macht und auch andere Anbieter animiert, den Menschen das zurückzugeben, das ihnen im Moment verloren geht.